Pressemitteilung-Detail

Neues „Kirmes-Projekt“ für den Soester Campus
Maschinenbau-Studierende der FH Südwestfalen restaurieren 50 Jahre alte Autoscooter – Gefedert und mit E-Antrieb über das FH-Gelände
Soest. „Kirmesverrückt“ – dieses Attribut trifft nicht nur auf viele Soester Bürgerinnen und Bürger zu, sondern auf Lehrende und Studierende der FH Südwestfalen gleichermaßen. Nach der Überschlagschaukel, die seit mehr als zehn Jahren als Attraktion auf dem Pferdemarkt Ingenieurskunst mit Fahrspaß verbindet, wollen jetzt acht Maschinenbau-Studierende drei 50 Jahre alte Autoscooter restaurieren, technisch überarbeiten und wieder fahrbereit machen. Diese sollen, mit Elektromotor betrieben, künftig über den Campus rollen.
Dass ein Studium nicht nur aus Vorlesungen und Prüfungen besteht, wissen Studierende an der FH Südwestfalen in Soest spätestens Anfang November, wenn die Allerheiligenkirmes als „fünfte Jahreszeit“ eine ganze Altstadt auf den Kopf stellt. Kirmes und Campus sind untrennbar miteinander verbunden, sagt auch Prof. Dr. Christian Stumpf, der einem Schausteller drei 50 Jahre alte Scooter abgekauft und aus Norddeutschland nach Soest gebracht hat.
Ein Studium dicht an der Praxis – dafür steht die Fachhochschule. So werden in Kürze acht Maschinenbau-Studierende damit beginnen, die Fahrzeuge so umzubauen, dass sie über den Soester Campus fahren können. Gefragt sind Fertigkeiten aus den Bereichen Konstruktion, Elektrotechnik und Design. Wer im Labor für Konstruktionstechnik von Prof. Stumpf arbeitet, wird automatisch mit dem Kirmes-Virus infiziert. Das gesamte Labor-Team wird dafür sorgen, dass Gemeinschaft, Engagement und Spaß an der Sache nicht zu kurz kommen.
Die drei Autoscooter haben tatsächlich einige Kilometer in einem klassischen Fahrgeschäft auf Jahrmärkten und Volksfesten zurückgelegt. Sie sind so konstruiert, dass sie auf glattem Untergrund rollen können, auf unebener Fläche eher nicht. Gefedert und mit entsprechendem Elektro-Antrieb ausgestattet, sollen die kultigen Fahrzeuge künftig aber sicher und selbstständig über den Campus fahren können. Die Restaurierung übernehmen Studierende: „Sie bringen technisches Wissen, handwerkliches Geschick und Ideen ein und lernen dabei an einem Projekt, das es so in keinem Lehrplan gibt“, skizziert Prof. Stumpf seine Vision. Die Beschaffung von Ersatzteilen, technischen Komponenten, Materialien für die Restaurierung, Umbau sowie für die sichere Inbetriebnahme sind kostenintensiv. Daher ist das Team „Autoscooter“ auf der Suche nach Sponsor*innen, die – ähnlich kirmesbegeistert – das Projekt fördern möchten. Interessierte können per Mail Kontakt aufnehmen an laugsch.kai@fh-swf.de oder stumpf.christian@fh-swf.de.