FDM ist seit über einem Jahrzehnt fest in der Agenda zentraler Akteure der Wissenschaft verankert. Bereits 2010 formulierte die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten, gefolgt von Leitlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und einer Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz im Jahr 2015. Auf europäischer Ebene setzten die EU-Guidelines on FAIR Data Management in Horizon 2020 (2016) wichtige Impulse, während die Helmholtz-Gemeinschaft im selben Jahr den strategischen Wert von Forschungsdaten in einem Positionspapier hervorhob.
Diese Stellungnahmen machen deutlich, dass FDM nicht nur innerhalb einzelner Fachbereiche, sondern disziplinübergreifend als Schlüsselfaktor für Transparenz, Nachhaltigkeit und Innovation anerkannt ist. Für Forschende ist FDM nicht nur ein organisatorisches Instrument, sondern erhöht die Nachnutzbarkeit, Reproduzierbarkeit und wissenschaftliche Reputation der eigenen Arbeit.
Eine historische Lektion verdeutlicht die Bedeutung: Vor über 50 Jahren verfolgten Millionen Menschen die erste Mondlandung. Was kaum jemand weiß: Die originalen Rohdaten der Apollo-11-Mission wurden aus Platzmangel überschrieben und sind für immer verloren. Diese Geschichte zeigt, wie entscheidend ein verantwortungsvoller Umgang mit Forschungsdaten ist.

