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Weil Studieren ohne Scheuklappen sinnvoll ist
Alexander Günther ist eigentlich Leiter Produkvorentwicklung bei KIRCHHOFF Automotive, hat jetzt aber auch einen Lehrauftrag an der FH Südwestfalen
Iserlohn. Renommierter Neuzugang aus der heimischen Industrie für den Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Alexander Günther verstärkt die Lehre im Studiengang Automotive. Der 40-Jährige ist Leiter Produktvorentwicklung bei KIRCHHOFF Automotive und bringt damit eine enorme praktische Expertise mit an den Frauenstuhlweg. Alexander Günther verantwortet das Modul Automobilaufbau/Karosserie. Das Modul behandelt den gesamten Entwicklungsprozess von der Designidee bis zur fertigen Karosseriestruktur.
Die Automobilbranche ist im Wandel. Das ist sie natürlich im Prinzip schon immer, aber die aktuellen Trends und Herausforderungen sind riesig. Daran muss sich auch die Ausbildung derer anpassen, die schon bald in dieser Branche arbeiten werden. Am Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn setzt man dabei grundsätzlich auf die Expertise aus der heimischen Wirtschaft. Nun verstärkt mit Alexander Günther der Leiter Produktvorentwicklung von KIRCHHOFF Automotive die Lehre im Studiengang Automotive. Günther weiß um die Lage der Branche. Von seiner Perspektive können die Studierenden profitieren. Und umgekehrt.
„Die großen Themen sind aktuell natürlich E-Mobilität, neue Produktionsstrategien und autonomes Fahren“, stellt Alexander Günther fest. „Gleichzeitig verändern neue Produktions- und Montagestrategien wie Giga-Casting und Unboxing die Herstellung von Fahrzeugen grundlegend. Die Auswirkungen dieser Trends auf den Fahrzeugaufbau sind schlicht revolutionär.“ Der 40-Jährige, der schon seine Ausbildung zum Industriemechaniker bei KIRCHHOFF Automotive machte und anschließend seinen Maschinenbau-Master an der Uni in Siegen ablegte, möchte den Studierenden vermitteln, wie wichtig es ist, moderne Entwicklungen zu antizipieren und frühzeitig passende Lösungen anzudenken. Gerade im Bereich E-Mobilität hält er Scheuklappen für kontraproduktiv. „Hier wurde vielleicht zu lange versucht, das Bestehende zu optimieren, statt wirklich neu zu denken“, sagt er, „und da ist auch für mich die Arbeit mit Studierenden sehr fruchtbar. Sie haben neue, frische Ideen, die ich mitnehmen kann.“
Prof. Dr. Mark Fiolka, Koordinator des Studiengangs Automotive, freut sich sehr, Alexander Günther für die Lehre gewonnen zu haben. „Es ist unser Anspruch, dass unsere Studierenden von unserer Nähe zur Industrie profitieren. Alexander Günther trägt akutelles Wissen und Erfahrungen in die Lehre. Im Bereich Karosserie entwickelt sich gerade unheimlich viel. KIRCHHOFF Automotive arbeitet international mit Automobilherstellern zusammen und bringt umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Karosseriestrukturen ein. Unser Studiengang soll das Automobil der Zukunft komplett abbilden, da ist die Karosserie enorm wichtig.“