Pressemitteilung-Detail

Neues Forschungsinstitut an der Fachhochschule Südwestfalen gegründet
Institut für nachhaltige Technologien und intergierte Produktionssysteme (TIPS) arbeitet als interdisziplinärer Brückenbauer in die Wirtschaft
Iserlohn. Wichtiger Meilenstein für die Forschungskompetenzen der Fachhochschule Südwestfalen: Am Standort Iserlohn fand jetzt die Gründungsfeier des Instituts für nachhaltige Technologien und integrierte Produktionssysteme, kurz TIPS, statt. Das Forschungsinstitut versteht sich als Brückenbauer. Es verbindet drei Hochschulstandorte, kombiniert mehrere Themenfelder und vernetzt Grundlagenforschung mit industrieller Anwendung.
Eines direkt vorweg: Für das neue Forschungsinstitut TIPS der Fachhochschule Südwestfalen wurde nicht gebaut. Dafür aber vorhandene Ressourcen sinnvoll integriert. TIPS bündelt von nun an auch offiziell die Themenfelder Produktionstechnik, Automatisierung, Logistik und Künstliche Intelligenz und damit die Schwerpunkte von Prof. Dr. Michael Marré vom Standort Iserlohn, Prof. Dr. Andreas Schwung vom Standort Soest und Prof. Dr. Stefan Lier vom Standort Meschede. Die drei Professoren bilden auch den Vorstand des TIPS.
Und dieser Vorstand durfte sich bei der Gründungsfeier über zahlreiche Glückwünsche freuen. Prof. Dr. Dr. Andreas Prange, Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, betonte in seiner Gründungsbekanntgabe die Bedeutung des neuen Instituts. „Das ist ein wunderbares Ereignis und sehr besonders, weil es das erste Institut ist, das nicht an einem Standort beheimatet, sondern in der Fläche verankert ist und damit ideal in die Region wirken kann. Das zeigt einmal mehr, dass wir die Hochschule in der Region und für die Region sind“, so der Rektor, der anschließend mit einem „herzlichen Glückauf“ die Gründungsurkunde überreichte.
Perspektiven aus Wirtschaft und Politik lieferten Oliver Dülme, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Hochsauerlandkreises, und Thorsten Schick, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag NRW. Dülme betonte den enormen Wert der Zusammenarbeit von Forschung und Industrie in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. „Wir suchen gemeinsam nach Lösungen, daher ist TIPS ein Ausrufezeichen in die Wirtschaft“, so seine Botschaft. Thorsten Schick führte aus: „Der Wissensvorsprung der Region soll erhalten bleiben. Es ist daher wichtig, dass hier nicht gehadert, sondern angepackt wird. TIPS agiert entlang der gesamten Wertschöpfungskette und steht für die Erkenntnis, dass man sich breiter aufstellen muss.“
Damit lag der Ball auch inhaltlich im Spielfeld des neuen Vorstandes. Prof. Dr. Stefan Lier verdeutlichte den weit über hundert Gästen aus Hochschule, Wirtschaft und Politik die strategische Grundausrichtung des Instituts. „Die Gründung ist abgeleitet aus den vier großen Megatrends: digitale Produktion, KI, Nachhaltigkeit und resiliente Wertschöpfung. Darauf basiert unsere Vision als Forschungseinrichtung die industrielle Transformation durch die synergetische Verknüpfung von Hardware, Intelligenz und Logistik nachhaltig zu gestalten“, so Lier. Anschließend erklärte er präzise die Aufgabenteilung des Vorstandes: Prof. Marré bringt die Hardware ein, Professor Schwung die Software, und ich bin dann für die Integration zuständig.“
Der Begriff Gründungsfeier legt nahe, dass die Arbeit des neuen Forschungsinstituts genau jetzt beginnt. Das ist bei TIPS gerade nicht der Fall. „Das hier ist nicht Stunde null, wir sind schon voll bei der Arbeit“, stellte Prof. Dr. Michael Marré klar und untermauerte das mit eindrucksvollen Zahlen. „Wir haben ein Drittmittelbudget von 1,2 Millionen Euro im Jahr, beschäftigen 21 wissenschaftliche Mitarbeitende und kooperieren in 14 laufenden Projekten mit etwa 200 Partnern aus der Industrie“, so Marré. TIPS startet also nicht auf der grünen Wiese, sondern entwickelt bestehende Schnittmengen in der Forschung im direkten Kontakt mit der Wirtschaft konsequent weiter.