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Prof. Dr. agr. Dipl.-Ing. agr. Wolf Lorleberg

FB Agrarwirtschaft Soest

Agrarökonomie

Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft

Lehre

Agrarpolitik

Politikanalyse

Volkswirtschaftslehre

Land- und Agrarsoziologie

Forschungsinteressen

Entwicklung und Politik Ländlicher Räume, Urbane und periurbane Landwirtschaft, Aquaponik, Innovative+Nachhaltige Business-Modelle für Landwirtschaftsunternehmen, Neueinsteiger und Agrar-Start-ups, Politik und Technologien Erneuerbarer Energien.

Forschungsprojekte

Abgeschlossene

Kurzvita

geb. 1960, verheiratet, vier Kinder

Beruflicher Werdegang

Praktische Tätigkeiten auf Gemischtbetrieben in Süddeutschland und in der tropischen Landwirtschaft in Brasilien; Studium der allgemeinen Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim mit Abschluss Promotion zum Thema "Regionale Auswirkungen der EU-Agrarreformpolitik" am Institut für Agrarpolitik und landwirtschaftliche Marktlehre (Prof. Dr. W. Grosskopf). Auslandsstudienaufenthalte am Ministerium für Landwirtschaft des Bundesstaates Sao Paulo, Brasilien und an der Universität Évora, Portugal. Bis zur Übernahme der Professur für Agrarökonomie in Soest zum 1. September 2004 bei Agra-Europe GmbH in Bonn in der Abteilung Analysen beschäftigt und dort auf Internationale Fragen der Agrar- und Ernährungswirtschaft spezialisiert. Seit April 2017 Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft. Fremdsprachenkenntnisse Englisch, Französisch und Portugiesisch.

Downloads

Die Vorlesungsskripte und begleitende Unterlagen zu Vorlesungen für meine angebotenen Module finden Sie im " Moodle"-System der Fachhochschule Südwestfalen. Eventuelle Kennwörter und Aktualisierungen werden in den Vorlesungen bekannt gegeben.

Projekte Masterstudiengang

Übersicht

Im Modul "Projektmanagement" des Masterstudiengangs Agrarwirtschaft werden in jedem Jahrgang Definition, Planung, Durchführung und Steuerung eines selbst gewählten realen Projektes durch die Studierenden gemeinsam praktiziert. Mögliche Projekte sind Konzept- und Machbarkeitsstudien, Analysen, Tools zum Agrarmanagement oder andere Vorhaben.
Für einige Projekte liegt ein öffentlicher Abschlussbericht vor.

Projekte

2019: Digitalisierung in der Schweinehaltung ( Download PDF )

2018: „Smart Farm 4.0“: Mit Precision Farming und Farm-Managementsystemen zum vernetzten Modellbetrieb – Konzeption von Beispielbetrieben als digitale Farm ( Download PDF )

2017: Digital basierte Vermarktungs- und Geschäftskonzepte für die Agrar- und Ernährungswirtschaft ( Download Digitale Business-Modelle 2017 )

2016: Beitrag zur Entwicklung innovativer Organisations- und Geschäftsmodelle in der Landwirtschaft ( Download Report Innovative Geschäftsmodelle für Agrarbetriebe 2016 )

2015: Planung einer Aquaponik-Demonstrationsanlage am Fachbereich Agrarwirtschaft der FH-SWF Standort Soest ( Download Report Planung Aquaponik-Demonstrationsanlage 2015 )

2014: Unternehmerische Modelle und gesellschaftliche Leistungen stadtnaher Landwirtschaftsbetriebe: Fallstudien aus Ballungsräumen Nordrhein-Westfalens ( Download Report Fallstudien NRW COST-action Urban Agriculture Europe 2014 )

2013: Erarbeitung eines Konzeptes für eine ökonomisch und ökologisch optimierte Wärmeversorgung der FH SWF Standort Soest (Auftragsarbeit)

2012: Power-to-Gas: Neue Optionen für die Windkraft und Photovoltaik - Synergien oder Konkurrenz zu Biogas? ( Download Report Machbarkeit Power-to-Gas 2012 )

2011: Entwicklung eines Tools zur Ermittlung der CO2-Bilanz im Weizen- und Kartoffelanbau am Fallbeispiel zweier landwirtschaftlicher Betriebe (Auftragsarbeit)

2010: Konzeption einer kombinierten Grüngut- und NawaRo-Biogasanlage im Märkischen Kreis (Auftragsarbeit)

2009: Konzeption einer Strohvergasungsanlage aus landwirtschaftlicher Sicht (Auftragsarbeit)

2008: Machbarkeitsstudie Bioerdgas-Erzeugung und -Einspeisung

Der Dekan im Interview

Seit März 2017 ist Prof. Dr. Wolf Lorleberg Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft. Im Interview berichtet er uns über die Entwicklung und Ausrichtung seines Fachbereichs, über zukünftige Herausforderungen, über die Vorzüge des Soester Campus und gibt Tipps für die Organisation eines erfolgreichen Studiums.

Wie lange sind Sie bereits an der Fachhochschule Südwestfalen?

Seit September 2004.

Welche Fächer / Gebiete unterrichten Sie als Professor?

Mein Fachgebiet ist die Agrarökonomie mit den Hauptfächern Agrarpolitik, Volkswirtschaftslehre, Politikanalyse und Projektmanagement. Als Wahlpflichtfächer lese ich Agrarsoziologie, Wirtschaftspolitik und Welternährungswirtschaft. Weitere Fächer wie "Urbane Landwirtschaft und Aquaponik" und das Zusatzfach "Finanzinvestitionen" biete ich auf Nachfrage an.

Was gefällt Ihnen an der Fachhochschule Südwestfalen?

Mir gefällt sehr, dass wir von unserer Tradition her eine Ingenieur- und Unternehmer-Hochschule sind, die stark auf die Praxis ausgerichtet ist, aber an der trotzdem immer mehr ambitionierte anwendungsorientierte Forschung geleistet wird. Auch unsere wachsende internationale Ausrichtung finde ich attraktiv. Und dass zwischen den Fachbereichen und mit der Verwaltung kollegial, effizient, auf kurzem Weg und mit flachen Hierarchien zusammengearbeitet wird.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Fachbereich Agrarwirtschaft?

Oh, das ist eine ganze Menge! Zunächst einmal seine Menschen: Mit unseren engagierten und aktiven Studierenden ist die Lehre, die Zusammenarbeit bei sonstigen Veranstaltungen und überhaupt die Kommunikation einfach sehr angenehm; man hat fast immer schnell eine gemeinsame Ebene und zieht an einem Strang. Das gleiche gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs und die Kolleginnen und Kollegen der Professorenschaft: Das Miteinander überwiegt und hat ein wirklich gutes Arbeitsklima zur Folge. Fachlich sowie von den personellen Ausstattungen und den technischen Voraussetzungen für Lehre und Forschung sind wir breit und gut aufgestellt: Wir decken alle Teilbereiche der Agrarwirtschaft kompetent und in der notwendigen Tiefe ab - und sind auch in der Lage, noch einen Blick "über den Gartenzaun" zu werfen und uns mit neuen Entwicklungen und Tendenzen auseinanderzusetzen. Dann die Übersichtlichkeit und familiäre Atmosphäre des Fachbereichs: Obwohl die Zahl der Studierenden in den letzten Jahren stark gestiegen ist, kennt man sich innerhalb der Jahrgänge und darüber hinaus, und alle Kolleginnen und Kollegen sind immer unkompliziert für alle ansprechbar. Schließlich gibt es noch unseren Ehemaligen-Verband "Susatia", ein einmaliges Netzwerk für lebenslange Verbundenheit mit und unter unseren Absolventinnen und Absolventen, und unsere gute regionale "Verdrahtung" mit Verbänden und Unternehmen der Landwirtschaft und des Agribusiness.

Was gefällt Ihnen am Standort Soest?

Der Campus ist sicher einer der schönsten, den man sich für eine Fachhochschule vorstellen kann, und mir gefällt vor allem zur Baumblüte sehr. Die Ausstattung der Gebäude ist sehr gut, und der Ausbau der letzten Jahre hat die Bedingungen weiter verbessert. Wir haben am Standort Soest ein gut funktionierendes Miteinander der drei Fachbereiche. Unsere Bibliothek ist modern, gut ausgestattet und technisch immer auf der Höhe der Zeit, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen die wissenschaftliche Recherche kompetent. Unsere Mensa bietet mit freundlichem Personal bestes Essen in breiter Auswahl - und vom Campus in die historische Altstadt mit ihrem kulturellen Angebot, ihren gemütlichen Kneipen und Biergärten sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Außerdem ist Soest eine Fahrradstadt mit kurzen Wegen, und auch der Möhnesee und das schöne Sauerland sind nicht weit....

Worin sehen Sie Ihre Aufgabe als Dekan?

Unsere Hauptaufgabe als Fachbereich ist es, junge Menschen auf eine erfolgreiche selbständige Tätigkeit als Landwirt/in, Agrarunternehmer/in oder als Mitarbeiter/in in Großbetrieben, Verwaltung, Verbänden und Agribusiness vorzubereiten und deshalb - bei engem Kontakt mit der beruflichen Praxis - unsere Lehrinhalte, Methoden und die Studienbedingungen stets auf der Höhe der Zeit zu halten. Dazu gehört auch eigene anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in allen von uns abgedeckten Bereichen der Landwirtschaft - immer mit dem Ziel, sie nachhaltiger und effizienter zu machen, und trotzdem wettbewerbsfähig und sozialverträglich zu bleiben!
Als Dekan besteht meine Aufgabe darin, gute Studienbedingungen sicher zu stellen, Aktivitäten der Angehörigen des Fachbereichs zu koordinieren, ihre Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern und zu fördern oder, etwas platt gesagt, "das Schiff auf Kurs und die Mannschaft zusammen zu halten". Und das möglichst geräuschlos und mit möglichst wenigen aufwändigen Abstimmungs- und Verwaltungsprozessen, damit stets unsere Kernaufgaben in Lehre und Forschung Priorität genießen können. Altbewährtes führen wir gerne fort, aber wir sind auch bereit, neue Ideen und Lehrformen zu entwickeln und umzusetzen. Internationale Kontakte und Kooperationen - auch für und mit Studierenden - werden künftig an Bedeutung gewinnen.
Und dann müssen wir den Fachbereich auf die Zeit nach dem Studierendenboom 2014/18 vorbereiten. Wir müssen die bestehenden und guten Kontakte zur Wirtschaft und den Institutionen in der Region und darüber hinaus, aber auch zu anderen Fachhochschulen und Universitäten pflegen.
Als Dekan vertrete ich einerseits die Interessen des Fachbereiches innerhalb der Hochschule und arbeite andererseits an der Entwicklung des Standortes Soest und der gesamten Hochschule mit.

Welche Tipps können Sie Studierenden Ihres Fachbereiches für den Einstieg ins Berufsleben geben?

Mit dem guten Basiswissen, den Kompetenzen aus dem Studium selbstbewusst, motiviert und flexibel, vor allem auch was den Arbeitsort betrifft, den Berufsstart wagen. Und immer daran denken, dass der erste Job nicht der letzte sein muss. Flexibilität ist wichtig. Das Gehalt muss zwar stimmen, aber es ist nicht alles. Die Chancen zur Weiterbildung und zur eigenen Weiterentwicklung im Laufe des Berufslebens sollte jeder nach seinen Möglichkeiten nutzen.

Welche Tipps können Sie Studenten für das Studium an der Fachhochschule SWF geben?

Ein wichtiger Tipp ist: Die Vorlesungen zu besuchen, das heißt, sie ernst zu nehmen, also auch nachzubereiten und dabei auch mal unsere Bibliothek zu nutzen. Und sie sollten daran denken, dass das Studium ihr Hauptjob ist, nicht ihr Nebenjob. Für empfehlenswert halte ich auch, dass man mit Kommilitoninnen und Kommilitonen Lerngruppen bildet.
Eine vorausschauende Prüfungsplanung ist auch wichtig, um Klausurverzögerungen zu vermeiden und Klausuren nicht „schieben“ zu müssen. Es ist gut, Fächer zu wählen, die einen über den Tellerrand hinausschauen lassen und etwas Neues bieten, was man noch nicht kennt. Gut ist auch, mehr zu tun als die Pflicht- und Zusatzfächer zu wählen.
Eine Hochschule lebt durch die Selbstverwaltung, deshalb ist es für Studierende wichtig, sich in den Selbstverwaltungsgremien zu engagieren. Auch die Arbeit als Studentische Hilfskraft ist sehr zu empfehlen, sie bietet Gelegenheit für neue Kontakte und nebenbei verdient man auch noch Geld.
Wer Projektarbeiten und Abschlussarbeiten nutzt, um Kontakte mit Arbeitgebern herzustellen, ist gut beraten. Dies gilt auch für die Teilnahme an Exkursionen im In- und Ausland, die wir in jedem Semester anbieten. Und nicht zuletzt: Das Studentenleben nicht vergessen und nach Möglichkeit Praktika, auch im Ausland, nutzen, um neue Erfahrungen zu machen. Oft ist ein Praktikum der erste Schritt für den Einstieg in ein Arbeitsverhältnis.

Vortrag Soester Agrarforum 13.01.2006