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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
10.09.2026

Beruflich irgendetwas Cooles machen

Felix Heinemann startet nach seinem Wirtschaftsinformatikstudium eine Karriere beim Raumfahrtunternehmen ArianeGroup

Meschede / Lampoldshausen. „Wirtschaftsinformatik ist keine Raketenwissenschaft“, sagt Felix Heinemann aus Meschede. Trotzdem ist der Absolvent der Fachhochschule Südwestfalen beim Raumfahrtunternehmen ArianeGroup in Lampoldshausen gelandet. Hier im europäischen Kompetenzzentrum für orbitale Antriebe absolviert er seit Anfang August ein Traineeprogramm.

„Ich wollte beruflich schon immer irgendetwas Cooles machen, in einem besonderen Unternehmen oder einer besonderen Branche“, erzählt Heinemann. „Die ArianeGroup hat da einfach gepasst.“ Das Unternehmen kennt er schon seit einem freiwilligen Praxissemester in seinem Wirtschaftsinformatik-Studium. In der Abteilung Commercial Management hat er fünf Monate an der Entwicklung einer Angebotsdatenbank mitgearbeitet. Weil es ihm so gut gefiel, fragte der Student nach einer Möglichkeit für eine Studienarbeit und konnte sein Praktikum entsprechend verlängern.

 

Auf die Studienarbeit folgte im Februar 2026 eine Bachelorarbeit zu IT-Systemen für das Angebotsmanagement im Unternehmen. Im Anschluss bewarb sich Heinemann initiativ, wurde angenommen und startet nun wunschgemäß eine Karriere in einer besonderen Branche. „Raumfahrt ist für viele Bereiche unseres Alltagslebens relevant“, meint Heinemann. Sei es GPS, die Kommunikation im Finanzsektor oder die Klima- und Umweltbeobachtung aus dem Weltraum. „So wie wir sie kennen, funktioniert unsere Welt nur mit Satelliten.“

 

Was ihm bei seinem neuen Arbeitgeber besonders gefällt: Die Stimmung unter den Beschäftigten ist sehr gut. „Nicht jeder hier ist ein absoluter Raumfahrtfan, aber es ist eine coole Tätigkeit, die uns verbindet“, so Heinemann. „Beispielsweise wird hier zusammen gefeiert, wenn Teile aus Lampoldshausen zum Mond fliegen.“ Heinemann arbeitet in den kommenden Monaten in den Bereichen Commercial Management, Finance, Procurement und einer weiteren Abteilung.

 

Dass er einmal in der Weltraum-Branche arbeiten würde, konnte sich der ehemalige Schüler des Benediktiner-Gymnasiums in Meschede früher so gar nicht vorstellen. „Ich wusste lange nicht, was ich machen soll.“ Sein größtes Hobby waren Videospiele. In der 10. Klasse kam erstmals Informatik auf den Lehrplan. Das fand er spannend, wollte aber nicht den ganzen Tag nur programmieren. So fiel die Studienentscheidung schließlich auf Wirtschaftsinformatik. „Ich wollte ein Allrounder sein, an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Informatik und mit vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten.“

 

Jungen Menschen in der gleichen Situation würde er heute vor allem ein Praktikum empfehlen. „In der Schule fand ich das nicht so toll, habe es aber durch mein Praxissemester wertschätzen gelernt. Man bekommt Einblicke in einen Beruf, die es so sonst nicht gibt. Auf jeden Fall ist es vor oder während eines Studiums sinnvoll.“ Und wie kommt man vom Praktikum zu Studienarbeit, Bachelorarbeit und idealerweise einem Job? „Einfach fragen“, meint Heinemann. „Ich habe vor Ort Vertrauen zu den Leuten gefasst und mich beim Fragen wohl gefühlt. Es kostet nichts und im schlimmsten Fall gibt es ein Nein als Antwort.“