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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
28.07.2026

Theorie und Praxis im Dualen Studium verzahnen

Unternehmen wie die Infineon Technologies AG nutzen duale Studiengänge der FH Südwestfalen für Fachkräftegewinnung und -entwicklung

Soest/Warstein. Die Fachhochschule Südwestfalen bietet am Standort Soest in verschiedenen Studiengängen die Möglichkeit eines dualen Studiums. Dabei werden wissenschaftliche Inhalte mit praktischen Erfahrungen im Unternehmen verknüpft. Für viele Unternehmen ist dieses Studienmodell ein wichtiges Instrument zur Fachkräftegewinnung und -entwicklung. Besonders gefragt ist das sogenannte praxisintegrierende duale Studium.

An der Fachhochschule Südwestfalen wird dieses Modell in den Studiengängen Angewandte Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen angeboten. Es kombiniert ein Hochschulstudium mit mehreren Praxisphasen in einem Unternehmen. Die Studierenden sind während des gesamten Studiums vertraglich an ein Kooperationsunternehmen gebunden, absolvieren dort ihre Pflichtpraktika und sammeln wertvolle Berufserfahrung.

 

„Die Studierenden erwerben neben fachlichen Kompetenzen unmittelbar praktische Berufserfahrung“, erklärt Yvonne Fuchs, Koordinatorin für das Duale Studium. „Dadurch können sie die Studieninhalte besser reflektieren, Unternehmen intensiv kennenlernen und nahtlos in den Beruf einsteigen.“ Ein weiterer wichtiger Vorteil sei die finanzielle Unterstützung durch die Unternehmen. „Das Studienmodell eignet sich grundsätzlich für alle Unternehmen, die Ingenieurkompetenzen benötigen. Das sind häufig größere Unternehmen, aber auch viele mittelständische Betriebe“, so Fuchs.

 

Die Infineon Technologies AG kooperiert von ihrem Standort Warstein aus bereits seit Jahren mit der Fachhochschule Südwestfalen und hat aktuell 26 Beschäftigte in Studiengängen der Hochschule. „Insbesondere mit dem praxisintegrierenden dualen Studium haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Ausbildungsleiter Matthias Zey. „Das Modell bietet eine sehr gute Verzahnung von Theorie und Praxis.“ Während des Semesters sind die Studierenden regelmäßig einen Tag im Unternehmen, in den Praxisphasen dann jeweils für längere Zeiträume.  

 

Neben der räumlichen Nähe ist für Infineon vor allem das Kompetenzprofil der Hochschule wichtig. „In Soest wird beispielsweise Leistungselektronik auf einem sehr hohen Niveau vermittelt“, erklärt Zey. Aber auch 3D-Druck, Werkstofftechnik oder Informatik-Anwendungen stehen hoch im Kurs. „Das Studienangebot der Hochschule deckt einen großen Teil dessen ab, was wir als Unternehmen der Halbleiterindustrie zukünftig an Know-how am Standort benötigen.“ Sei es in der Entwicklung, in der Automatisierung oder im Technischen Marketing.

 

Zu den dualen Studierenden zählen bei Infineon einzelne schon vorher Beschäftigte oder Auszubildende. Der größte Teil kommt allerdings neu ins Unternehmen. Mit dem Studienangebot gewinnt das Unternehmen so Fachkräfte aus der Region, aber auch von außerhalb Südwestfalens. „Durch die regelmäßige Anwesenheit in unseren Fachbereichen sind die Studierenden sofort Mitglieder des Teams“, erzählt Zey. „Insofern haben wir hier auf allen Ebenen eine gute Zusammenarbeit.   

 

Weiterführende Informationen

Das praxisintegrierende duale Studium führt nach einer Regelstudienzeit von acht Semestern zum Bachelorabschluss. Alternativ kann das Studium mit einer betrieblichen Ausbildung kombiniert werden. Das sogenannte ausbildungsintegrierende duale Studium umfasst neun Semester. Mehr Informationen: www.fh-swf.de/cms/duales-studium