Pressemitteilung-Detail

Praktische Einblicke in die Geldpolitik und Finanzwelt
Standortübergreifende Exkursion zur Europäischen Zentralbank mit Studierenden aus Hagen und Meschede
Hagen / Meschede. Am 26. Juni reisten die Wirtschaftspolitik- und Makroökonomie-Kurse von Prof. Dr. Eva Erhardt vom Standort Hagen gemeinsam mit Studierenden der Volkswirtschaftslehre von Prof. Dr. Martin Ehret aus Meschede für eine Exkursion nach Frankfurt am Main. Über 50 Studierende nahmen an diesem Ausflug teil, der Besuche des Geldmuseums der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) umfasste.
Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank präsentierte eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte und Entwicklung des Geldwesens sowie seiner wirtschaftlichen Bedeutung. Von antiken Münzen bis hin zu modernen Banknoten und digitalen Währungen bot die Ausstellung interaktive Stationen, die das Verständnis für Geld und Finanzsysteme vertieften. Besonders beeindruckend war die Sammlung von Notgeld und historischen Zahlungsmitteln, die den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel über die Jahrhunderte hinweg widerspiegeln. Die Gelegenheit, eine echte Goldmünze zu berühren, vermittelte den Studierenden einen greifbaren Eindruck von den Edelmetallreserven der Bundesbank. Ein Höhepunkt war die "Ides of March", eine antike römische Münze, die für die Ermordung Julius Caesars geprägt wurde und sein Porträt sowie die Inschrift "EID MAR" mit zwei Dolchen zeigt.
Anschließend folgte ein Vortrag von Lise Handal, einer Ökonomin der EZB, der Einblicke in die aktuellen geldpolitischen Strategien und Herausforderungen der EZB bot. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Diskussion über den digitalen Euro, der potenziell bedeutende Implikationen für die zukünftige europäische Geldpolitik bietet. Die Europäische Zentralbank verfolgt eine klare geldpolitische Strategie zur Gewährleistung der Preisstabilität, um damit Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu fördern. Zu den Instrumenten gehören Offenmarktgeschäfte, ständige Fazilitäten und Mindestreserveanforderungen, die darauf abzielen, die Liquidität im Finanzsystem zu steuern und die Zinssätze zu beeinflussen.
"Ein herzliches Dankeschön geht an den Verein der Freunde, der diese Exkursion großzügig mit 500 Euro unterstützt hat", erklärt Professorin Erhardt. Ohne diese finanzielle Hilfe wäre die Durchführung nicht möglich gewesen. "Die Exkursion nach Frankfurt am Main war eine ideale Ergänzung zu unseren Lehrinhalten und verdeutlichte allen Teilnehmenden die Vielseitigkeit und Relevanz des Themas Geldpolitik."