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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
30.10.2023

Verständnis für Menschen ist gefragt

Erste Kontaktbörse für Studierende der Frühpädagogik und Träger sozialer Einrichtungen an der Fachhochschule Südwestfalen

Soest. Die KiTa ist ein lebendiger Lebens- und Lernort, der sich mit den Anforderungen aus Politik und Gesellschaft wandelt. Während früher mit Begriffen wie Kindergarten und Tagespflegeeinrichtungen häufig Betreuung assoziiert wurde, geht das Verständnis heute eher in Richtung qualitativ hochwertiger Bildungseinrichtung. Damit einher wachsen die Ansprüche an Fachkräfte, aber auch die berufliche Vielfalt. Um Studierenden der Frühpädagogik Einsatzmöglichkeiten aufzuzeigen und gleichzeitig dem Wunsch der Träger zu entsprechen, mit dieser „neuen“ Gruppe angehender Fachkräfte in Kontakt zu kommen, hat der Fachbereich Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften der Fachhochschule Südwestfalen in Soest eine Kontaktbörse initiiert. Dabei trafen Studierende und Träger von Kindertages- und Pflegeeinrichtungen aufeinander.

Die Verzahnung von Theorie und Praxis ist wesentlich für die Lehre in den frühpädagogischen Studiengängen an der FH. Das Sammeln pädagogisch-praktischer Handlungserfahrungen ist dabei ein Schwerpunkt. Um einen Einblick in die Vielfalt der beruflichen Einsatzmöglichkeiten zu gewinnen, richtete der Fachbereich jetzt die erste Kontaktbörse aus. Diese richtete sich an Studierende der Studiengänge Frühpädagogik. „Ziel war es, den Kontakt zwischen Trägern und Studierenden herzustellen – mit Blick auf anstehende Praktika und die Berufseinmündung sowie vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der die Träger derzeit umtreibt“, so Prof. Dr. Katja Wohlgemuth. Insgesamt präsentierten sich acht Träger und Verbände, kommunale Abteilungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie ein Jobcenter aus dem Kreis Soest und Umgebung. Deutlich wurde in den Kurzpräsentationen und persönlichen Gesprächen, dass der Bedarf an pädagogischen Fachkräften nicht nur im frühkindlichen Bereich sowie in der Kinder- und Jugendarbeit groß ist. Vielmehr erwerben Studierende der Frühpädagogik im Studium und in der Praxis Verständnis für Verhaltensweisen, die in einer frühen Lebensphase angelegt und entwickelt wurden. Diese qualifizierten Kenntnisse können auch in der Arbeit mit Erwachsenen wertvolle Wegbereiter sein.
„Die Veranstaltung war für alle Beteiligten eine positive Erfahrung. Träger und Verbände konnten ihre Aufgabenfelder und Bedarfe in Zeiten des Fachkräftemangels vorstellen und die bevorstehenden Herausforderungen skizzieren. Die Studierenden konnten sich mit Praktiker*innen austauschen, erste Kontakte für Praktika oder berufliche Anschlussmöglichkeiten nach dem Studium knüpfen“, zieht Prof. Wohlgemuth ein positives Fazit. Nach gelungener Premiere soll das Konzept der Kontaktbörse vertieft, ausgebaut und regelmäßig wiederholt werden.