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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
28.04.2022

Schmuck aus dem 3D-Drucker, Lebensmittelanalyse und Konstruieren mit CAD

40 Iserlohner Schülerinnen nahmen am Girls´ Day der Fachhochschule Südwestfalen teil

Iserlohn. Im April findet jedes Jahr der Girls´Day statt. Dieser bundesweite Aktionstag bietet Mädchen, aber auch Jungen, Einblicke in Tätigkeiten, die sie für die eigene Berufstätigkeit häufig nicht in Betracht ziehen. Die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn lud Schülerinnen der heimischen Schulen in die Labore für Kunststoffverarbeitung, CAD und Biologie ein.

Zum ersten Mal seit zwei Jahren fand der Girls‘ Day wieder in Präsenz statt. Und das war auch gut so, denn neue Dinge ausprobieren, erforschen, analysieren und praktisch umsetzen, das geht nur in den Laboren und gemeinsam mit anderen vor Ort.

In drei Laboren fanden zu unterschiedlichen Themen Workshops statt, bei denen die Schülerinnen viel selber ausprobieren konnten. Im CAD Labor konstruierten sie einen Fidget-Spinner. „Durch die selbstständige Gestaltung eines solchen Spielzeugs sollen die Schülerinnen in dem Workshop spielerisch an das Thema CAD herangeführt werden und können dabei ihrer Kreativität freien Lauf lassen“, berichtet Sebastian Schütte, der gemeinsam mit Robin Otto den Kurs leitete, „und hierbei gewinnen sie dann auch gleich erste Erfahrungen im Modellieren von Bauteilen und dem Zusammensetzen von Baugruppen“.

Dr. Michael Gieß stieg mit den Schülerinnen in die Schmuckproduktion aus Kunststoff ein. Aus verschiedenen Motiven konnten die Schülerinnen Verzierungen für ihre Ringe auswählen und sie mit dem 3D-Drucker in der Farbe ihrer Wahl selber herstellen. Finja und Joy, die gemeinsam mit ihrer Lehrerin Bianca Morgenbrodt von der Gesamtschule Seilersee teilnahmen, entschieden sich wie viele andere auch für ein Herzchen. Die beiden kennen sich schon aus im Bereich Maschinenbau: „Das haben wir als Fach in der Schule und wir haben auch unseren Bohrerführerschein in der Tasche“, berichten beide stolz, sind sich aber noch nicht sicher, ob die Technik beruflich etwas für sie ist.

Das ist bei Doga ganz anders. Sie hat sich zwar für das Angebot der Naturwissenschaften entschieden, möchte aber Ingenieurin werden. Gemeinsam mit 10 anderen Schülerinnen beschäftigte sie sich mit der Lebensmittelanalyse im GMP-Labor. Laura Hermann vom Fachbereich Informatik und Naturwissenschaften erklärte ihnen, wie man Lebensmittelbetrug mit molekularbiologischen Methoden auf die Spur kommen kann. Bei verschiedenen Lebensmitteln wurde die DNA isoliert. „Damit kann man nachweisen, ob in den Lebensmitteln das drin ist, was die Hersteller versprechen oder ob nicht doch ein günstigeres Ersatzprodukt hineingemogelt wurde, um einen größeren Gewinn zu erzielen“, erklärte sie den Schülerinnen.

Professionell mit Schutzkleidung ausgerüstet, analysierten die Schülerinnen die verschiedenen Lebensmittel, was mal schön bunt aussah, mal weniger appetitlich. Doga und ihre Kollegin hatten sich Leber vorgenommen und bei der DNA Analyse eine bräunlich-rote Flüssigkeit erzeugt. „Ich fand es cool, die Leber zu zermatschen“, meint sie zu ihrem Ergebnis. Josie von Realschule Letmathe kann sich ein Studium im Bereich Naturwissenschaften vorstellen. „DNA Analyse, das kannte ich noch nicht, ich finde es toll, welche Untersuchungsmöglichkeiten es hier im Labor gibt“.