Pressemitteilung-Detail

Unterwegs im Namen der Energieeffizienz
Studierender der Fachhochschule Südwestfalen untersucht für sein Praxisprojekt Gebäude der LüWo
Lüdenscheid. Vielleicht haben sich einige Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider in den vergangenen Wochen gewundert, dass ein unbekannter junger Mann viele fachmännische Blicke auf ihre Wohngebäude geworfen hat. Keine Sorge, das ist Jan Kotik. Der 22-jährige ist Student der Fachhochschule Südwestfalen. Er kommt im Auftrag der Hochschule und der Lüdenscheider Wohnstätten AG. Und das wichtigste: Er kommt in bester Absicht.
Jan Kotik ist Student im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen – Energie und Gebäude an der Fachhochschule Südwestfalen in Lüdenscheid. Anne Wehmeier ist seine Professorin. Und Joachim Effertz ist Vorstand der Lüdenscheider Wohnstätten, kurz LüWo. Es ist ein Praxisprojekt, das diese drei Parteien nun erstmalig an einen Tisch bringt. Den Tisch bestellt hat sozusagen Anne Wehmeier. Für die Praxisprojekte ihrer Studierenden ist sie stets auf der Suche nach Kooperationspartnern. „Ich suche immer etwas aus dem echten Leben. Es geht darum, wichtige Erfahrungen zu sammeln und unser Wissen mit der Wirklichkeit zu koppeln“, so die Professorin.
In ihrem Studiengang ist die Energieeffizienz von Gebäuden wichtiger Bestandteil des Lehrplans. Und wer hat viele Gebäude? Richtig, die LüWo. Und so hat Jan Kotik in seinem Praxisprojekt nun den Auftrag, deren Energieeffizienz genau unter die Lupe zu nehmen. Natürlich nicht von allen Gebäuden. Kotik schaute sich acht Quartiere an und entschied sich letztlich für das Quartier Altstadt 01 mit der Gersbeuler Straße, der Kampstraße und der Liebigsgtraße sowie dem LüWo-Büro mittendrin. „Dieses Quartier biete sich an, weil es Wohngebäude sowie Nicht-Wohngebäude beinhaltet und dort bestimmt interessante Ergebnisse zustande kommen“, begründet der Student seine Entscheidung. Adressat dieser Ergebnisse ist dann natürlich Joachim Effertz. „Die LüWo verfolgt das Ziel, grüner zu werden“, so der Vorstand, „und auf diesem Weg ist das Engagement von Herr Kotik ein Baustein“.
Aus dem einen Baustein könnten dann durchaus mehrere werden. „Diese Zusammenarbeit hat Zukunft. Es ist wichtig, jungen Leuten solche Chancen zu geben“, betont Effertz. Und im Praxisprojekt von Jan Kotik steckt tatsächlich noch eine weitere Chance. „Seine Ergebnisse könnte er durchaus in einer Aufsichtsratssitzung präsentieren“, kündigt Joachim Effertz an. Sehr zur Freude von Prof. Dr. Anne Wehmeier. „Auch das ist Praxis. Solche Vortragssituationen sind vielleicht ein Sprung ins kalte Wasser, aber sie sind natürlich wertvolle Erfahrungen.“ Für Erfahrungen wie diese nimmt ein junger Mann nun also das Quartier Altstadt 01 unter die Lupe. Die Anwohnerinnen und Anwohner müssen sich nicht wundern. Das ist nur Jan Kotik.