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Lichttag geht auch ohne Tageslicht
Fachveranstaltung von Fachhochschule Südwestfalen in Hagen und Lichttechnischer Gesellschaft des Ruhrgebiets auch online ein voller Erfolg
Hagen. Kein Lichttag ist auch keine Lösung. Das jedenfalls dachte sich Prof. Meike Barfuß vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen, als klar wurde, dass die Messe Elektrotechnik, in deren Rahmen der Dortmunder Lichttag normalerweise stattfindet, coronabedingt ausfällt. LTGR und FH Südwestfalen verlegten das abwechslungsreiche Programm kurzerhand ins Netz. Mit Erfolg.
„Es war sofort klar, dass wir den Dortmunder Lichttag nicht ersatzlos streichen würden“, erklärt Prof. Meike Barfuß. Die Professorin, die die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Lichttechnischen Gesellschaft des Ruhrgebiets organisierte, stellte schnell eine digitale Lösung auf die Beine. Und so wurde aus einer Messepräsenz eine After-Work-Konferenz im Internet. Wir hatten weit über 50 Teilnehmer aus ganz Deutschland“, erklärt Barfuß, die gemeinsam mit Friedrich Wilhelm Bremecker auch als Moderatorin fungierte, „das zeigt auf jeden Fall die Relevanz unserer Vortragsthemen“.
In insgesamt vier Fachvorträgen referierten Experten aus der Branche zu Themen wie Smart City oder Human Centric Lighting, kurz HCL. HCL beschäftigt sich mit dem Einfluss von Licht auf den menschlichen Biorhythmus. „Der lässt sich durch Licht gezielt positiv beeinflussen“, weiß Barfuß, „blaues Licht wirkt belebend, rötliches Licht macht eher müde. Der Mensch kennt das vom Lauf der Sonne.“ Nutzen kann man diese Wirkung beispielsweise in Altersheimen. „Dort haben einige Menschen Probleme mit dem Tag-Nacht-Rhythmus. Hier kann Licht helfen“, so die Professorin. Genau dieses Anwendungsbeispiel war auch Thema eines Fachvortrags.
Meike Barfuß ist vom Erfolg der Veranstaltung überzeugt: „Es funktioniert. Vorträge kann man annähernd ohne Qualitätsverluste über das Internet halten. Viel schwieriger wird es natürlich beim üblichen Networking im Anschluss an solche Veranstaltungen. Das kommt dann leider zu kurz.“ Aber lieber wenig Netzwerken als gar kein Lichttag. Denn das ist bekanntlich auch keine Lösung.