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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
08.10.2021

Vermittler zwischen Produktivität und Humanisierung

Dr. Bernd-Friedrich Voigt ist neuer Professor für Arbeits- und Ingenieurpsychologie

Meschede. Seit dem 1. September lehrt und forscht Prof. Dr. Bernd-Friedrich Voigt an der Fachhochschule Südwestfalen. Der gebürtige Münsterländer hat am Standort Meschede die Professur für Arbeits- und Ingenieurpsychologie übernommen. Was ihn umtreibt ist die Frage: Wie können wir als Wirtschaftspsychologen die Zukunft der Arbeit mitgestalten?

„Arbeit verändert sich, dem müssen wir uns als Gesellschaft stellen“, meint Voigt. Industriebetriebe produzierten heute nicht mehr über Jahre oder Jahrzehnte mit einer Technologie gleiche oder ähnliche Produkte. „Heute verzeichnen wir ineinander verzahnte Produkt- und Dienstleistungen, individualisiert und unter Einbeziehung der Kunden entwickelt.“ Dazu kämen Technisierung und Digitalisierung sowie die Künstliche Intelligenz als neuer Akteur. Prägende Begriffe seien „Smarte Fabriken und Produkte“ und „Fluide Organisationen“. Gebilde, in denen sich das Arbeitsumfeld ständig verändere und die organisationale Heimat von Arbeitnehmern immer flüchtiger werde. „Tätigkeitsbeschreibungen von Beschäftigten veralten heute schon im halbjährlichen Takt“, so Voigt. „Ich beobachte, hinterfrage und messe, was das mit den Menschen macht – und wie sich die Beziehung von Mensch, Arbeit und Technik im positiven Sinne gestalten lässt.“

Der studierte Psychologe Voigt sieht sich selbst dabei als Vermittler zwischen Produktivität und Humanisierung der Arbeit. Nach seinem Studium an der Technischen Universität Berlin arbeitete er als Berater für organisationale Veränderungen und Karrierebegleitung. Seine akademische Karriere führte über eine Promotion an der Ruhr-Universität Bochum, eine Vertretungsprofessur an der Universität Bremen und eine Professur in Wirtschaftspsychologie an der FOM Hochschule in Münster nach Meschede. „Die Stellenausschreibung hier las sich hochspannend. Es ist eine der wenigen in Deutschland, die als Arbeits- und Ingenieurpsychologie ausgeschrieben sind – obwohl das Thema so wichtig ist.“