Pressemitteilung-Detail

Der Mobilfunk-Detektiv
Carsten Witteler untersucht die Mobilfunkversorgung im Münsterland
Meschede/Münsterland. Man könnte sagen, Carsten Witteler ist ein Mobilfunk-Detektiv. Sein Auftrag: Ursachen für Lücken in der Mobilfunkversorgung des Münsterlandes aufdecken und Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung für Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe aufzeigen. Etwas genauer genommen ist Carsten Witteler wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Christian Lüders im Projekt „Untersuchung zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung im ländlich geprägten Raum“. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW.
Ich führe Mobilfunkmessungen mit sogenannten QualiPoc-Geräten durch“, erklärt Witteler. „Das sind normale Smartphones mit einer speziellen Software.“ Mit ihnen kurvt der gebürtige Briloner im Dienstwagen der Fachhochschule Südwestfalen auf festgelegten Messrouten durch das Münsterland. Die Routen für diese LTE-Messfahrten hat das Projektteam aufgrund einer Umfrage unter Unternehmen festgelegt.
Witteler misst vor allem dort, wo die Mobilfunkversorgung schlecht sein soll. Die im Wagen mitgeführten Geräte verzeichnen Signalstärke, Zellkennungen, Zellwechsel oder auch Abbrüche der Verbindung. Weichen Ergebnisse der Umfrage und Messungen voneinander ab, forscht Witteler nach. „An einigen Stellen sollte die Verbindung schlecht sein, die Messungen ergaben aber gute Pegel und Datenraten“. Bei mehreren Unternehmen stellte sich dann die Signaldämpfung durch das Gebäude als Problem heraus. An der endgültigen Auswertung arbeitet das Team aber noch.
Was Witteler nach vielen Hundert gefahrenen Autokilometern aber jetzt schon sagen kann: „Die günstigste Position für ein Smartphone im Auto ist in einer Halterung neben dem Lenkrad.“ Nicht wegen der besseren Bedienbarkeit, sondern wegen des besseren Empfangs. „Das Fahrzeug dämpft die Signalstärke und macht schlechten Empfang noch schlechter. Ganz schlecht ist er in der Mittelkonsole.“