Pressemitteilung-Detail

Nieren-Selbsttest für Praktikanten
Schülerpraktikum an der Fachhochschule Südwestfalen - Labore auf dem Soester Hochschulcampus bieten spannende Tätigkeiten für vier Gymnasiasten
Ihr Interesse für Biologie führte Dennis Kaschuba und Philipp Ernst für eine Woche in die Labore der Agrarwirtschaft. Die beiden besuchen normalerweise den Bio-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 am Archi-Gymnasium. Derzeit absolvieren die 18-jährigen ihr Schülerpraktikum an der Fachhochschule Südwestfalen.
Ihr Interesse für Biologie führte Dennis Kaschuba und Philipp Ernst für eine Woche in die Labore der Agrarwirtschaft. Die beiden besuchen normalerweise den Bio-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 am Archi-Gymnasium. Derzeit absolvieren die 18-jährigen ihr Schülerpraktikum an der Fachhochschule
Südwestfalen.
Ein Nieren-Selbsttest wird ihr Praktikum beim Fachbereich Agrarwirtschaft krönen: "Wir entwickeln gemeinsam einen neuen Studenten-Versuch für das physiologisch-anatomische Praktikum", erläutert Laboringenieur Dr. Peter Dapprich das Vorhaben. Zunächst haben die beiden Gymnasiasten die
verschiedenen Labore am Lübecker Ring kennen gelernt. Um sich über Nieren kundig zu machen, schickte Dapprich sie anschließend in die Bibliothek. Doch es bleibt nicht bei der Theorie: Untersucht werden dann Nieren aus dem Schlachthof und anschließend machen die Schüler einen Selbstversuch zur Manipulation ihrer eigenen Niere. "Das ist absolut ungefährlich", versichert
Dapprich. Nicht nur die Praktikanten, auch alle Mitarbeiter des Labors trinken hierzu verschiedene Substanzen. "Und anschließend schauen wir, was untern rauskommt", schmunzelt der
wissenschaftliche Mitarbeiter im Labor für Biotechnologie und Qualitätssicherung.
Zur gleichen Zeit praktizieren zwei Schüler des Aldegrever-Gymnasiums im Labor für Werkstoff-technik des Fachbereichs Maschinenbau-Automatisierungstechnik. Hendrik Westermann (18) und Marco
Schulze (17) wollen später "auf jeden Fall" etwas Technisches wie Maschinenbau studieren. Im Labor für Werkstofftechnik lernen die beiden Zwölft-Klässler nicht nur verschiedene Untersuchungs-methoden wie die Arbeit mit dem Elektronenrastermikroskop kennen. Unter Anleitung des Auszubildenden Michael Fleck bauen sie derzeit ein Atommodell, das später zu
Unterrichtszwecken eingesetzt werden soll.
"Wir versuchen, unseren Praktikanten echte Aufgaben zu geben", stellt Prof. Dr. Marc Boelhauve das Konzept für Praktika auf dem Hochschulcampus vor. Ideal sind kleine Projektarbeiten, die in einer oder zwei Wochen zu bewältigen sind. Auch der Fachbereich Elektrische Energietechnik
und die Hochschulbibliothek bieten grundsätzlich die Möglichkeit an, ein Schülerpraktikum zu absolvieren.