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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
16.02.2010

Hagener Student startet Karriere mit Verbundstudium

Vom Industriekaufmann zum Steuerberater bei Dr. Wehberg und Partner in Hagen

Konstantinos Vidinis, 34 Jahre alt, Deutsch-Grieche, hat es beruflich geschafft. Zumindest fast: Der Diplom-Kaufmann und Steuerberater steckt mitten im Wirtschaftsprüferexamen und der Studienabschluss als Master of Laws ist auch nicht mehr fern.

Konstantinos Vidinis, 34 Jahre alt, Deutsch-Grieche, hat es beruflich geschafft. Zumindest fast: Der Diplom-Kaufmann und Steuerberater steckt mitten im Wirtschaftsprüferexamen und der Studienabschluss als Master of Laws ist auch nicht mehr fern. Das vorläufige Ende seiner akademischen Erfolgstory bahnt sich an. Eigentlich hätte er sein Berufsleben ruhig angehen können. Nach der Schule findet sich sofort ein Ausbildungsplatz zum Industriekaufmann bei einem großen Lackhersteller in Herdecke, es folgt eine verkürzte Ausbildung und eine anschließende Berufstätigkeit in diesem Bereich. Eine Perspektive für die Zukunft sieht er darin nicht. „Für mich war klar, dass jetzt ein Studium kommen musste, die Frage war nur, ein Vollzeitstudium oder ein Fernstudium?“. Konstantinos Vidinis entscheidet sich für ein berufsbegleitendes Studium. „Ich hatte bereits ein Basiswissen aus der Berufstätigkeit, das ich im Studium ausbauen wollte, gleichzeitig wollte ich weiter Geld verdienen“. Seine Wahl fällt auf den Verbundstudiengang Betriebswirtschaft mit der Studienrichtung Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Das Studienkonzept basiert auf flexiblem Selbststudium zu Hause und Präsenzveranstaltungen samstags in der Hochschule. „ Die Kombination von Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht war genau das Richtige für mich. Ich habe mich schon immer für wirtschaftsrechtliche Fragen interessiert und konnte mir auch beruflich eine Tätigkeit in diesem Bereich vorstellen“ begründet er seine Entscheidung. Damit nicht genug, wechselt er zu Beginn des Studiums auch den Arbeitgeber. Beim Neubau des Flughafens in Athen bringt er für die nächsten Jahre seine beruflichen Kenntnisse ein. 1999 kommt ihm das Verbundstudium erneut zugute: Der Militärdienst in Griechenland muss abgeleistet werden. Sein Studium braucht er dafür nicht zu unterbrechen, die Lernbriefe werden von Hagen auch nach Griechenland verschickt. Nach dem Militärdienst sucht Konstantinos Vidinis eine neue berufliche Herausforderung. Er bewirbt sich als Revisionsassistent bei einer Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft und wird eingestellt. „Eigentlich suchte die Gesellschaft einen Hochschulabsolventen. Aufgrund meiner Erfahrungen in der Bauwirtschaft, meiner Ausbildung und meines berufsbegleitenden Studiums haben sie mich auch als vollzeitarbeitenden „Studenten“ eingestellt“, berichtet er. Sein Studium schließt Konstantinos Vidinis trotzdem nahezu in der Regelstudienzeit von fünf Jahren als Diplom-Kaufmann ab. Im Bereich Wirtschaftsprüfung möchte er bleiben, wechselt aber in das heimatliche Südwestfalen und schließt sich der Kanzlei Dr. Wehberg und Partner GbR in Hagen an. 2006 wird Konstantinos Vidinis zum Steuerberater bestellt. Beruflich hat er alles erreicht. Oder doch nicht? Konstantinos Vidinis hat ein neues Ziel: Das Wirtschaftsprüferexamen. Wieder heißt es lernen: BWL, Wirtschaftsrecht, betriebswirtschaftliches Prüfungswesen. „Bei dieser Ausbildung profitiere ich von meinen Kenntnissen aus dem Studiengang Betriebswirtschaft mit der Studienrichtung Wirtschaftsrecht, genau diese Kombination von Fächern hatte ich im Studium als Schwerpunkte belegt“. Er denkt weiter: „Wenn ich mich jetzt wieder mit juristischen Aspekten im Rahmen des Wirtschaftsprüferexamens beschäftigen muss, kann ich auch gleichzeitig ein Masterstudium absolvieren, da sich fachliche Überschneidungen ergeben“. Gedacht, getan. Seit einem Jahr ist er wieder Student an der Fachhochschule Südwestfalen, natürlich wieder berufsbegleitend, diesmal im weiterbildenden Master-Verbundstudiengang Wirtschaftrecht. „Das ist natürlich ein Zufall, dass unser Studienangebot so passgenau mit seinen beruflichen Vorstellung übereinstimmt“, freut sich Prof. Dr. Manfred Heße mit seinem erfolgreichen Studenten, „wir bilden aber in Hagen sehr breit aus und unsere betriebswirtschaftlichen und wirtschaftsrechtlichen Studiengänge passen zu vielen Berufsbildern. Auch die Informatik ist integriert“. Aber selbst bei diesem Fach findet Konstantinos Vidinis einen Bezug zu seinem Beruf: „Ein Mindestmaß an Informatik ist heutzutage nahezu überall ein wichtiges Thema. Man denke nur an die Übermittlung der Steuererklärung mittels Elster oder die Offenlegung der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger, um nur einige Beispiele zu nennen“. Gibt es noch etwas im Studium, was er neben den fachlichen Aspekten schätzt? Konstantinos Vidinis muss nicht lange überlegen: „Im Studium arbeiten wir in Kleingruppen. Das ist fast schon familiär. Der große Anteil an Selbstlernphasen gibt mir genügend Flexibilität bei meiner Zeiteinteilung und durch die vierzehntäglichen Präsenzphasen an der Hochschule habe ich immer auch Kontakt zu meinen Kommilitonen und muss nicht isoliert studieren“. „Durch das Studium“, so sein Fazit, „ musste und muss ich jetzt wieder auf viele Freitzeitaktivitäten verzichten, aber ein Privatleben war selbstverständlich auch möglich“. Und das hat er kürzlich durch seine Heirat gekrönt. Verbundstudium der Fachhochschulen Nordrhein-Westfalens Was vor 15 Jahren an der Vorgängereinrichtung der Fachhochschule Südwestfalen als Idee entwickelt wurde, hat sich mittlerweile zum nordrhein-westfälischen Erfolgsmodell für berufsbegleitendes Studium entwickelt: Das Verbundstudium. 10 Fachhochschulen aus ganz NRW bieten mit verschiedenen Studiengängen engagierten, zielstrebigen Berufstätigen im Verbund die Möglichkeit, flexibel neben Ausbildung oder Beruf ein international anerkanntes Hochschulstudium zu absolvieren. Der anwendungsorientierte weiterbildende Master-Verbundstudiengang Wirtschaftsrecht richtet sich an Berufstätige in Industrie, Wirtschaft und Verwaltung, die nach einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss, z.B. als Betriebswirt oder Ingenieur, wirtschaftsrechtliche Kenntnisse und Kompetenzen erwerben wollen. Zielgruppe sind somit Berufstätige, die sich für Führungspositionen, insbesondere in rechtliche geprägten Berufsfeldern wie Rechts- und Personalabteilungen, in Stabstellen und vor allem auch im Bereich der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung qualifizieren und profilieren wollen. Neben Studien im Fachgebiet Wirtschaftsrecht werden die für die Ausübung von Führungspositionen erforderlichen Managementkompetenzen vermittelt. Den weiterbildenden Master-Verbundstudiengang Wirtschaftsrecht mit dem international anerkannten Abschluss als Master of Laws (LL.M) bieten im Verbund die Fachhochschule Südwestfalen, die Fachhochschule Bielefeld und die Hochschule Niederrhein an.