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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
25.01.2010

Schüler besichtigten Labore

Einblick ins Studium erhielten 300 Schüler der umliegenden Berufskollegs

Im Labor für Werkstofftechnik berichtete Camille Villettaz von seinen Versuchsreihen für die Diplomarbeit: Welchen Belastungen halten Stanznieten stand. Hierzu präsentierte er Proben aus dem Dauerschwing- und dem Zugversuch. Zu weiche Nietelemente etwa reißen vorzeitig aus, während bei richtiger Abstimmung der Materialien irgendwann das Bauteil selbst reißt - allerdings erst bei sehr viel höherer Belastung.

Für eine Gruppe aus Hamm, die sich für den Studiengang Maschinenbau interessierte, stellte sich gleich die Frage nach der Verwendung und Haltbarkeit etwa im Vergleich zu Punktschweißverbindungen. Der Student von der Schweizer Partnerhochschule in Sion berichtete darauf vom Flug- und Fahrzeugbau und dass die Stanznieten gerade bei rüttelnder Dauerbelastung eine höher Stabilität aufweisen. Der 28jährige weilt im Rahmen des Erasmus-Programms für sechs Monate in Soest und macht auf diese Weise ein Doppeldiplom im Maschinenbau. Wie die Hammer waren die meisten Schüler aus dem weiteren Umkreis zum Soester Campus gereist: Von den Kollegs in Arnsberg, Hamm, Iserlohn, Lippstadt, Gütersloh, Paderborn und Unna kamen teilweise große Schülergruppen; aber auch einige allgemein bildende Schulen aus Soest waren vertreten. In 13 Kleingruppen, die nach Interesseneigung aufgeteilt waren, führten Soester Studenten die Besucher durch Labore, Bibliothek und Datenverarbeitungszentrale. Jeweils fünf Gruppen besichtigten Labore der Elektrotechnik und des Maschinenbau; erstmals gab es eine Sonderführung für die beiden Studiengänge Engineering and Projectmanagement, sowie Business Administration with Informatics. Den Schlusspunkt bildete die Mensa, wo an Informationsständen Fragen zu Bewerbung, Studienablauf, Bafög, Auslandsstudium und Studienfinanzierung beantwortet wurden. Bei der Einführungsveranstaltung des Infotages wies Prof. Dr. Peter Thiemann auf die Themen der Zukunft hin: Klima- und Umweltschutz und Globalisierung. "Um den Standort Deutschland konkurrenzfähig und damit den Wohlstand zu erhalten, müssen wir technologisch in der ersten Liga spielen." Darum, warb Thiemann die Schüler zur Aufnahme eines Ingenieurstudiums, brauche die Industrie trotz Wirtschaftskrise weiterhin und immer wieder Ingenieure.