Pressemitteilung-Detail

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Hochsauerlandkreis
Marketing im Mittelstand gut vertreten
Im Rahmen der Mescheder Hochschulreferate wurden jetzt die Ergebnisse zum Thema "Marketingkompetenz von KMU im Hochsauerlandkreis" vorgestellt. Frau Prof. Dr. Jacobi, die das Fachgebiet Marketing als Dozentin betreut, referierte zusammen mit ihren Mitarbeitern Herrn Guido Hölker, Herrn Fabian Willeke und Herrn Tobias Drees.
Im Rahmen der Mescheder Hochschulreferate wurden jetzt die Ergebnisse zum Thema Marketingkompetenz von KMU im Hochsauerlandkreis" vorgestellt.
Frau Prof. Dr. Jacobi, die das Fachgebiet Marketing als Dozentin betreut, referierte zusammen mit ihren Mitarbeitern Herrn Guido Hölker, Herrn Fabian Willeke und Herrn Tobias Drees.
Für die Umfrage wurden im Juni 2008 kleine und mittlere Unternehmen im Hochsauerlandkreis gebeten, einen eigens entwickelten Fragebogen auszufüllen. Anschließend wurden die Fragebögen von Studierenden ausgewertet. Rückmeldungen kamen aus dem gesamten Hochsauerlandkreis, von Arnsberg bis Marsberg und Winterberg.
Ob ein Unternehmen unter die Definition eines KMU fällt, ist abhängig von der Anzahl der Beschäftigten und den erzielten Jahresumsätzen. 99% der Unternehmen im HSK sind KMU, wobei sie 75% der Gesamtumsätze erwirtschaften und 60% der Arbeitnehmer beschäftigen.
Optimistisch und selbstbewusst
Die Auswertung brachte die Erkenntnis, dass viele Unternehmen ihre eigene Situation besser einschätzen als die allgemeine konjunkturelle Entwicklung, wobei die Baubranche, die Papier- und die chemische Industrie pessimistischer in die Zukunft blicken als das Dienstleistungsgewerbe oder der Handel.
Die Sauerländer KMU gehen ihre Zukunft durchaus selbstbewusst an:
Als Chance für das kommende Jahr sehen 31% der Unternehmen die Gewinnung neuer Kundengruppen, 26% sehen die Befriedigung der gestiegenen Kundenanforderungen als Chance für sich selbst.
Als große Risiken sehen die Unternehmen größtenteils steigende Energiekosten sowie sich verteuernde Rohstoffe. Diesen Risiken möchte man durch größere Kundenzufriedenheit, verbessertem Service und Imagepflege entgegentreten.
Marketing ist Chefsache
35% der befragten Unternehmen haben entweder eine Marketing- oder Vertriebsabteilung. Davon sehen 92% der befragten Unternehmen ihre Marketingabteilung als gleichbedeutend oder wichtiger zu anderen Abteilungen, was die Wertschätzung der Unternehmen für Marketing zum Ausdruck bringt. Auch in Unternehmen mit Marketingabteilungen werden zentrale Marketingaufgaben zu 51% von der jeweiligen Geschäftsführung übernommen; ist keine Marketingabteilung vorhanden beträgt der Wert ganze 73%. Dabei wenden die Unternehmen im Schnitt 3,8% ihrer erzielten Umsätze für Marketingaktivitäten auf.
Als Fazit der Studie ergibt sich, dass die KMU im Hochsauerlandkreis in erster Linie für den regionalen und den nationalen Markt produzieren. Die momentan schwierige Lage scheinen die KMU gut überstehen zu können, jedoch stellen steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie die Wettbewerbsintensität große Risiken für die Unternehmen dar. Insgesamt wird die Notwendigkeit für modernes, umfassendes Marketing von KMU im Hochsauerlandkreis voll und ganz akzeptiert. Viele Unternehmen sehen hier Chancen, ihre Ziele erreichen zu können. Dennoch existieren weitere Entwicklungspotentiale, die von den Unternehmen genutzt werden können.
FH Meschede für die Region
Die Marktforschungsstudie zeigt die Verankerung der FH in der Region: Ein Forschungsprojekt wurde nicht nur spezifisch regional, sondern auch gezielt für die mittelständische Struktur der Wirtschaft im Hochsauerland konzipiert und durchgeführt und im Rahmen der jährlichen Hochschulreferate Betroffenen und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
Die gute Resonanz auf Veranstaltung brachte die Wichtigkeit für die Unternehmen zum Ausdruck. Nach dem Vortrag standen die Verantwortlichen dem Plenum für offene Fragen und Diskussionen zur Verfügung.