Pressemitteilung-Detail

Mindestens acht Stipendien für Soester Fachhochschule
Stärkung des Standorts Soest. Spender können ihr Geld verdoppeln.
Das von Minister Pinkwart gestartete NRW-Stipendien-Programm trifft auch an der Fachhochschule Südwestfalen auf großes Interesse. Mindestens acht von 36 Stipendien werden am Standort Soest vergeben. Zur finalen Verwirklichung werden allerdings noch Unterstützer gesucht.
Mit einer Maßnahme, die sich jeder Spendensammler wünscht, bietet das Land
NRW allen Förderern echte Geldvermehrung an: Auf jeden gestifteten Euro legt
das Land einen weiteren ob drauf. "Wir sind zuversichtlich, dass wir unter
diesen Bedingungen bald die benötigten Mittel zusammen gesammelt haben",
freut sich Prof. Dr. Hans-Ulrich Hensche. Wobei es gerne auch etwas mehr
sein darf: "Das Ministerium hat weitere Stipendien ausgelobt. Da wären wir
natürlich gerne dabei", ergänzt der Vizepräsident der FH Südwestfalen.
Ausgewählt wird nach Begabung und Leistung. 300 Euro bekommt jeder
Stipendiat im Monat. Die Hälfte davon kommt vom Land; die andere Hälfte von
privaten Geldgebern - Unternehmen, Privatpersonen oder Institutionen. Pro
Jahresstipendium müssen also 1.800 Euro gesammelt werden. In Soest müssen
also mindestens 14.400 Euro zusammen kommen (FH SWF gesamt: 36 Stipendien /
64.800 Euro). Das Programm startet bereits zum kommenden Wintersemester;
derzeit gehen die ersten Bewerbungen um ein Stipendium ein.
Landesweit gibt es 1.200 neue Stipendien. Auf Grund des großen Erfolges
wurde die Zahl jetzt um 200 erhöht. Interessierte Spender und Soester
Studierende können sich mit dem Soester Koordinator für das NRW-Stipendium,
Arp Hinrichs in Verbindung setzen: Tel. 02921 / 378-461
Email
Hintergrund: Das nordrhein-westfälische Stipendien-System
Mit 300 Euro monatlich werden die begabtesten Studierenden unabhängig vom
Einkommen der Eltern gefördert. Die Hälfte eines jeden Stipendiums werben
die Hochschulen bei privaten Förderern ein, das Land gibt die andere Hälfte
dazu. Ausgewählt werden die Stipendiaten nach Begabung und Leistung durch
die Hochschulen, die gemeinsam mit den privaten Geldgebern die Details der
Förderung gestalten. Studierende, die an einem Stipendium interessiert sind,
bewerben sich direkt an ihrer Hochschule. Die Hochschulen arbeiten derzeit
daran, die Vergabekriterien aufzustellen. Das Stipendien-Programm soll in
den kommenden Jahren kontinuierlich weiter ausgebaut werden.
Ziel Nordrhein-Westfalens ist es, das NRW-Modell bundesweit zu etablieren.
Mit der Unterstützung des Bundes, die nach dem Vorschlag
Nordrhein-Westfalens analog zur Bafög-Finanzierung 65 Prozent der
staatlichen Mittel ausmachen soll, könnte die Anzahl der jährlich zu
vergebenen Stipendien verdreifacht werden. Innerhalb von vier Jahren könnte
so jeder zehnte Studierende in Regelstudienzeit ein Stipendium erhalten.
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