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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
09.07.2009

Russland und die Sowjetunion:

12. Internationaler Workshop der Hagener Fachhochschule in Sochi

Bevor es richtig losging mit dem 12. Internationalen Workshop in Russland, erhielten die Studierenden auf dem Moskauer Flughafen von einem russischen Passagier eine kurze Einweisung in Land und Leute. Die Sowjetunion, so der Mitreisende, sein keineswegs Geschichte, auch nicht nur einfach ein ehemaliger Staat.

Bevor es richtig losging mit dem 12. Internationalen Workshop in Russland, erhielten die Studierenden auf dem Moskauer Flughafen von einem russischen Passagier eine kurze Einweisung in Land und Leute. Die Sowjetunion, so der Mitreisende, sein keineswegs Geschichte, auch nicht nur einfach ein ehemaliger Staat. Die Sowjetunion gäbe es auch weiterhin, zwar nicht überall, doch viel zu häufig in Russland. Die Sowjetunion, das sei eine Geisteshaltung. Entsprechend sensibilisiert begaben sich die Hagener Studenten auf den Weiterflug nach Sochi. Seit Jahren organisiert der Hagener Fachbereich Technische Betriebswirtschaft Internationale Workshops an wechselnden Orten. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden internationalen Ausrichtung der Unternehmen, dient der Workshop "Multikulturelle Unterschiede im Management von Unternehmen" dazu, die Studierenden bereits während ihres Studiums mit häufig auftretenden kulturellen Unterschieden im unternehmerischen Verhalten zu konfrontieren. Dazu wird ein Unternehmensplanspiel durchgeführt, bei dem es darum geht, eben diese kulturellen Unterschiede zu erkennen, zu analysieren und gemeinsam zu einer Verständigung und Entscheidungsfindung zu kommen. Gebildet werden verschiedene Teams, die sich jeweils aus den Studierenden der Partnerhochschulen der Fachhochschule Südwestfalen zusammensetzen. In diesem Jahr fand der Workshop im Partnerland Russland statt. Hochschulteams aus den USA, Russland, China, Indonesien, Bahrain, Belgien, Finnland, Schweiz, Portugal und Deutschland traten gegeneinander an, entwickelten gemeinsam Unternehmenskonzepte und erlebten unvergessliche Tage. Ausgangspunkt und gemeinsamer Treffpunkt aller Teams war Moskau, von wo aus es zunächst zum Planspiel nach Sochi ging. Ein Tagungshotel vom Feinsten erwartete die Gruppe, Technik der neuesten Art, bequeme Bestuhlung, gute Beleuchtung, abwechselungsreiches Essen. "Unsere russische Partnerhochschule in Novotscherkassk hat diesen Workshop stark unterstützt", lobt Prof. Dr. Gunther Bamler, Initiator und Organisator der Workshop-Reihe und zeigt sich auch begeistert von der russischen Gastfreundschaft, "das Abendprogramm bei der Abschlusspräsentation aller Workshop-Teilnehmer war erstklassig: Eine kosakische Show mit Gesang und Tanz, alles was Novocherkassk zu bieten hatte, war auf den Beinen". Im Rahmen des Workshop standen auch Besichtigungen von örtlichen Unternehmen und Firmen in St. Petersburg sowie das Raumfahrtzentrum in Koroljow auf dem Programm. Ein Abstecher in den Kaukasus und an den alten Badeort Kislovodsk rundeten den Aufenthalt ab. Und den Geist der alten Sowjetunion: den erlebten die Workshop-Teilnehmer in der Tat. Sei es im Tagungshotel in Sochi, das zwar ein hochmodernes Kundenkarten-Abrechungssystem sei eigen nannte, von der Gruppe am Schluss des Aufenthaltes aber die Barzahlung der Gesamtrechnung von mehr als 10.000 Euro verlangte. Oder bei der Besichtigung der Lokomotivfabrik in Novocherkassk. Bei den Loks war Fotografieren streng verboten, nur bei der Leninstatue war es erlaubt. Anders bei der hochmodernen LKW-Fabrik in St. Petersburg. Dort durfte alles abgelichtet werden. Sowjetisch hingegen der Besuch des Moskauer Fernsehturms. Die Studenten durften ihn nicht einmal von außen fotografieren.