Zum Inhalt springen

Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
22.01.2001

Märkische Fachhochschule realisiert Electronic Production

In China fertigen, in Iserlohn die Produktion überwachen: Für Professor Dr. Heinrich Reents von der Märkischen Fachhochschule (MFH) ist dies keine Vision mehr. "Zum ersten Mal haben wir in unserem Labor für Internetanwendungen (LIA) die Electronic Production realisiert. Wir können Fertigungsprozesse visualisieren, per Internet weltweit überwachen und sogar in den Produktionsablauf eingreifen. Was im Bereich des Handels in Form von E-Commerce bereits breite Anwendung findet, kann nun auch auf den Produktionsprozess übertragen werden".

In China fertigen, in Iserlohn die Produktion überwachen: Für Professor Dr. Heinrich Reents von der Märkischen Fachhochschule (MFH) ist dies keine Vision mehr. "Zum ersten Mal haben wir in unserem Labor für Internetanwendungen (LIA) die Electronic Production realisiert. Wir können Fertigungsprozesse visualisieren, per Internet weltweit überwachen und sogar in den Produktionsablauf eingreifen. Was im Bereich des Handels in Form von E-Commerce bereits breite Anwendung findet, kann nun auch auf den Produktionsprozess übertragen werden". Den Grundstein dafür hat Dipl.-Ing. Markus Eichstedt in seiner Diplomarbeit erarbeitet. Am Beispiel einer Zuführeinrichtung für Robotersysteme - entwickelt wurde eine angetriebene Rollenbahn, die bei Handhabungs- und Bearbeitungsvorgängen Werkstücke aus dem Arbeitsbereich des Roboters zu- oder abführt - wurde die elektronische Produktion umgesetzt. Eine Kamera nimmt am Ende der Rollenbahn die Position und Form der Musterteile auf und verarbeitet die Bilder dergestalt, dass sie per Internet an jedem beliebigen Ort der Welt überwacht werden können. Der Anwender schließt dazu die Kamera einfach an ein Netzwerk oder ein Modem an, weist ihr eine entsprechende IP-Adresse zu und ist somit an das Netzwerk angeschlossen. Im Gegensatz zu einer Webcam hat die Netzwerkkamera einen eingebauten Webserver und kann daher direkt und unabhängig von einem PC an das Netzwerk angeschlossen werden. "Wir stehen mit dieser Entwicklung erst am Anfang", so Prof. Reents, "für die Zukunft ist beabsichtigt, damit auch die optische Qualitätskontrolle durchzuführen". Und Markus Eichstedt ergänzt: "Es soll ein eigenes Bildverarbeitungssystem zur geometrischen Form- und Lageerkennung eingeführt werden. Somit kann die Fertigungszelle, die ich im Rahmen meiner Diplomarbeit aufgebaut habe, nicht nur überwacht werden, sondern die komplette Produktion kann über das Netzwerk gesteuert werden."