Zum Inhalt springen

Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
27.01.2009

Studierende der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede entwickeln innovative Ideen für den Einsatz eines Schüttgut-Portioniersystems

Zusammenarbeit zwischen FH und Fa. Rembe aus Brilon erfolgreich

Im Rahmen eines Projektseminars unter Leitung von Prof. Dr. Beate Burgfeld-Schächer und Prof. Dr. Anne Jacobi haben vier Studentengruppen mögliche Absatzmärkte für das neue Produkt der Rembe GmbH aus Brilon ausgelotet.

Im Rahmen eines Projektseminars unter Leitung von Prof. Dr. Beate Burgfeld-Schächer und Prof. Dr. Anne Jacobi haben vier Studentengruppen mögliche Absatzmärkte für das neue Produkt der Rembe GmbH aus Brilon ausgelotet. Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede und der Fa. Rembe war die Patentierung eines Schüttgut-Portioniersystems für verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Dieses System zur Portionierung funktioniert ähnlich wie ein Cafehaus-Zuckerstreuer und nutzt den Schüttwinkel des Gutes zur genauen Dosierung aus. Der Auftrag für die Studierenden: Eine Marketingkonzeption für eine innovative Produktidee zu entwickeln und anschließend dem Unternehmen zu präsentieren. Bestandteile der Konzeption waren unter anderem die Analyse des Marktes, die Planung von Zielen und die Entwicklung von Strategien für das Produkt sowie Empfehlungen hinsichtlich Produktgestaltung, Preisgestaltung, Absatzpolitik und Werbemaßnahmen. Unter dem Namen "Rembe Rotaportio" entwickelte eine Studentengruppe ein kostengünstiges Portioniersystem für Pelletheizungen, mit dem Pellets einfacher und sicherer als mit dem bisherigen System aus dem Lagerbehälter direkt in die Pelletheizung gelangen und dabei genau portioniert werden. Eine andere Studentengruppe entschied sich für den Einsatz im Lebensmittelbereich, da das Schüttgut-Portioniersystem auch eine hygienische Abfüllung von Lebensmitteln gewährleistet. Mittels eines Fragebogens wurden die Marktchancen bei Hotellerien, Bioläden, Discountern und SB-Bäckereien ermittelt. Aufgrund der Antworten konnte das größte Einsatzpotenzial bei SB-Bäckerein und Discountern festgestellt werden. Mit der Schüttgutportionierungs-Innovation lassen sich die bekannten "Klappen- und Zangenvorrichtungen" komplett ersetzen. Zusammengefasst besticht diese Anwendungsmöglichkeit durch seine Einfachheit. Die Bedienung ist leicht, eine Klappen- oder Zangenbedienung entfällt und die Kunden haben keinen direkten Kontakt zu den Brötchen, was wesentlich hygienischer ist. Darüber hinaus verkürzen sich die Arbeitsabläufe, da, wie bei den Gemüsenwaagen, ein direkter Bon-Aufdruck möglich ist. Die dritte Studentengruppe hat eine Einsatzmöglichkeit für die Pferdefütterung untersucht. Mit über einer Millionen Pferde und 1,6 Millionen Reitern bietet dieser Markt ein enormes Potenzial und Einsparmöglichkeiten durch die automatische Fütterung. Neben den finanziellen Einsparungen lässt sich durch die Anwendung aber auch das Wohlbefinden der Pferde steigern. Aufgrund der neuentwickelten Technik der Fa. Rembe, liegt der angestrebte Marktpreis des Geräts deutlich unter den Verkaufspreisen der Konkurrenz. Die durch eine automatische Fütterung realisierten Einsparungen der Futtermenge lassen eine günstige Finanzierung der Futterautomaten zu. Lediglich im Bereich der Entwicklungshilfe, insbesondere bei der Verteilung von Lebensmitteln, konnten die Studierenden keine guten Marktchancen ausmachen. Die Wohlfahrtsverbände sind sich hier einig: "Alles, was mehr kostet als nichts, ist für uns nicht geeignet". Problematisch ist bei dieser Einsatzmöglichkeit auch, dass die Lieferung der Lebensmittel in Säcken erfolgt und erst direkt in den Dörfern verteilt wird. Eine Menge kreativer Ideen haben die Mescheder Studierenden geliefert. Kein Wunder, dass die Rembe GmbH von den Präsentationen begeistert war und an den Produktvorschlägen weiter arbeiten wird.