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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
28.11.2008

Fachhochschule Südwestfalen erhält fünften Standort in Lüdenscheid

Kabinett entscheidet über Neu- und Ausbau der Fachhochschulen in NRW

Das Landeskabinett hat heute (28.11.2008) entschieden: Nordrhein-Westfalen erhält drei neue Fachhochschulen, fünf bestehende Fachhochschulen werden ausgebaut. Darunter auch die Fachhochschule Südwestfalen, die einen fünften Standort in Lüdenscheid erhält.

Das Landeskabinett hat heute (28.11.2008) entschieden: Nordrhein-Westfalen erhält drei neue Fachhochschulen, fünf bestehende Fachhochschulen werden ausgebaut. Darunter auch die Fachhochschule Südwestfalen, die einen fünften Standort in Lüdenscheid erhält. "Wir freuen uns sehr über den neuen Standort in Lüdenscheid. Damit werden wir in die Lage versetzt, auch im südlichen Teil von Südwestfalen ein attraktives Studienangebot in den Bereichen Werkstoff-/Prozesstechnik, Optomechatronische Systeme, Gebäude-System-Design, Medizintechnik und Kunststofftechnik anzubieten", erläutert Prof. Dr. Claus Schuster, stellvertretender Rektor im Anschluss an die Entscheidung. Gleichzeitig betont Schuster aber auch, dass für diesen Erfolg die gute Zusammenarbeit und Kooperation der regionalen Akteure ausschlaggebend war. SIHK, Arbeitgeberverband, die Stadt Lüdenscheid, der Märkische Kreis und die regionalen Landtagsabgeordneten der verschiedenen Parteien haben gemeinsam mit der Hochschule das Konzept erarbeitet und in beispielloser Geschlossenheit unterstützt. Die Fachhochschule wird sich jetzt unmittelbar mit der Umsetzung beschäftigen und intensiv mit der Stadt Lüdenscheid die Gebäudefrage klären. Schuster bedauert jedoch die Entscheidung der Landesregierung, in unmittelbarer Nähe zum FH-Standort in Soest eine neue Hochschule Hamm/Lippstadt zu gründen. Für ihn steht aber auch fest: "Der Standort Soest ist bereits heute so gut aufgestellt, dass wir auch in Zukunft keine Sorge haben, uns im Wettbewerb mit einer neuen Hochschule zu behaupten. Wir glauben, dass wir es mit unseren attraktiven, innovativen und stark international ausgerichteten Studiengängen mit der zukünftigen Nachbarhochschule durch aus aufnehmen können. Und mit unserem Fachbereich Agrarwirtschaft haben wir ein starkes Alleinstellungsmerkmal", gibt sich Schuster zuversichtlich. "Wir überlegen nun, verstärkt finanzielle Mittel aus dem Hochschulpakt in den Standort Soest zu investieren, um insbesondere in den Bereichen, die eine starke Nachfrage besitzen, die Kapazitäten zu erhöhen. Geplant ist außerdem die Einrichtung einer neuen Forschungsstelle Green Technology". Allerdings, so Schuster, müssten derartige Überlegungen zunächst hochschulintern diskutiert werden. Im Mai diesen Jahres hatte das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen einen Wettbewerb zu Gründung und Ausbau von Fachhochschulen gestartet. Fachliche Schwerpunkte sollten dabei in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik liegen. Vorgesehen war auch ein Ausbau der dualen Ingenieurausbildung. Mit dieser Maßnahme reagiert das Land auf die steigende Nachfrage nach Studienplätzen und den steigenden Bedarf der Wirtschaft nach akademisch ausgebildeten Fachkräften. Der Wettbewerbsbeitrag der Fachhochschule Südwestfalen war eingebettet in einen Verbundantrag der vier Fachhochschulen Bielefeld, Münster, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen. Kernpunkte des Antrags der Fachhochschule Südwestfalen waren die Errichtung eines neuen Hochschulstandortes in Lüdenscheid, die Stärkung des Standortes Soest sowie die Erhöhung der Studienkapazitäten an den Standorten Hagen, Iserlohn und Meschede.