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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
18.11.2008

Forschung für Hüftgelenke und Humanhaar:

Nina Kumpf und Johannes Karwey sind die diesjährigen Preisträger des Evonik Preises "Nano & Bio"

Der diesjährige Evonik Preis "Nano & Bio" wurde jetzt in Iserlohn an Nina Kumpf und Johannes Karwey verliehen. Beide sind Absolventen des Studiengangs Bio- und Nanotechnologien der Fachhochschule Südwestfalen.

Der diesjährige Evonik Preis "Nano & Bio" wurde jetzt in Iserlohn an Nina Kumpf und Johannes Karwey verliehen. Beide sind Absolventen des Studiengangs Bio- und Nanotechnologien der Fachhochschule Südwestfalen. Die Evonik Industries GmbH ist eine 100-prozentige Tochter des früheren RAG-Konzerns, heute Evonik, und weltweit führend auf Gebiet der Spezialchemie. "Wir haben uns entschlossen", so Dr. Heiko Thiem, Project Manager des Bereichs Creavis Technologies & Innovation, für herausragende Absolventinnen und Absolventen des Iserlohner Studiengangs Bio- und Nanotechnologien der Fachhochschule Südwestfalen einen Preis zu stiften". Dabei werden einmal pro Jahr bis zu zwei Studienabschlussarbeiten mit einem Betrag von 500 Euro ausgezeichnet, die einen hohen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen besitzen. Nina Kumpf untersuchte im Rahmen ihrer Diplomarbeit den Einfluss nanostrukturierter TiO2-Schichten aus dem Sol-Gel-Prozess auf die Biokompatibilität. Ziel ist die Entwicklung von Beschichtungen, die biokompatibler sind als Reintitan. Dies ist bedeutsam für die Materialverwendung beispielsweise bei Hüftgelenksprothesen oder Zahnimplantaten. Je optimaler sie sich in das eigene Knochenmaterial anpassen, desto länger ist die Haltbarkeit und desto geringer sind Abstoßungserscheinungen und Entzündungen durch Materialabrieb. Die Arbeit von Nina Kumpf ist ein wichtiger Beitrag zur Grundlagenforschung auf diesem Gebiet. Mit Torsionseigenschaften, also dem "Verdrehen" von Humanhaar vor und nach kosmetischen Behandlungen beschäftigte sich Johannes Karwey in seiner Abschlussarbeit. Wird zum Beispiel auf einem kosmetischen Produkt die leichtere Kämmbarkeit der Haare nach Anwendung einer Spülung beworben, so muss diese nach der EU Kosmetik-Richtlinie anhand von Messdaten nachgewiesen werden. Die Methode zur Bestimmmung der Torsionseigenschaften von menschlichem Haaren, die Johannes Karwey in seiner Arbeit anwendet und verbessert hat, trägt dazu bei, diese Nachweise zu erbringen. Für die Kosmetikindustrie bedeuten diese Testverfahren, dass spezielle Produkteigenschaften mit wissenschaftlichen Untersuchungen belegt und dokumentiert werden können. Die Arbeit hat darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zur wissenschaftlichen Erkenntnis der inneren und äußeren Struktur von Einzelhaaren geleistet. Die Diplomarbeit wurde in Kooperation mit der Firma Cognis in Düsseldorf durchgeführt. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichten Dr. Heiko Thiem und Dr. Björn Klotz von der Cognis GmbH den Preisträgern den Geldbetrag und eine Urkunde.