Pressemitteilung-Detail

Diplomand entwickelt Schulungsanlage für die Automatisierung nuklearer Kraftwerke
Außendienstmitarbeiter werden in Kraftwerkstechnik geschult
Ein außergewöhnliches Thema hat sich Tobias Seitz, Diplomand im Studiengang Mechatronik der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn für seine Abschlussarbeit ausgesucht:
Ein außergewöhnliches Thema hat sich Tobias Seitz, Diplomand im Studiengang Mechatronik der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn für seine Abschlussarbeit ausgesucht: Die Konzeption und Realisierung einer Schulungsanlage für die Automatisierung nuklearer Kraftwerke.
Heute werden viele Kraftwerke auf modernere Technik umgerüstet, die Bereiche Anlagenservice und Instandhaltung nehmen einen größeren Stellenwert ein. Dementsprechend steigen die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung der Techniker. Auch neue Mitarbeiter, die durch ihre verschiedenen Vorbildungen intensiv in Kraftwerkstechnik geschult und mit den Besonderheiten von Nuklearanlagen vertraut gemacht werden müssen, benötigen ein umfangreiches Schulungsprogramm.
Durchgeführt wurde die Diplomarbeit bei der Firma AREVA NP GmbH in Erlangen, einer deutschen Regionalgesellschaft der AREVA NP. Das Unternehmen ist weltweit führend bei der Errichtung von Kernkraftwerken, der Instandhaltung und Modernisierung, der Komponentenfertigung sowie der Brennelementeherstellung. Die Abteilung RI-G in Erlangen erbringt insbesondere technische Dienstleistungen in der Montage, Inbetriebsetzung und Service.
Aufgabe von Tobias Seitz war es, einen entsprechenden Schulungsraum mit den erforderlichen technischen Anlagen zu konzipieren. Mitarbeiter, die für den weltweiten Einsatz vorgesehen sind, sollen zukünftig in diesem Schulungszentrum die Möglichkeit haben, vor Arbeitsbeginn die Technik der neuesten Kraftwerkgeneration kennenzulernen. Ein direkter Vergleich zwischen alter und neuer Technologie sollte möglich sein, um den Mitarbeitern die jeweiligen Vor- und Nachteile direkt aufzuzeigen. Besonderer Wert wurde auf eine praxisorientierte Schulungsmöglichkeit gelegt. Technisch sollten alle Funktionen und Prozesse der Mess- und Regeltechnik bzw. der Leittechnik, wie sie täglich in Kraftwerken zum Einsatz kommen, installiert werden.
Dipl.-Ing. Werner Pinkvoß, Leiter Intra Company Services bei AREVA, hat sich bei der Realisierung dieses Projekts bewusst für einen Diplomanden der Fachhochschule Südwestfalen entschieden: "Tobias Seitz hat unserer Abteilung zum einen viel Arbeit abgenommen, zum anderen war es uns wichtig, die Planung einem Außenstehenden zu überlassen, um Betriebsblindheit zu vermeiden und neue Impulse zu erhalten". Mit dem Ergebnis ist Werner Pinkvoß mehr als zufrieden: " Wir sind mit dem neuen Schulungszentrum in der Lage, unseren Monteuren, Meistern, Technikern und Ingenieuren eine Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis zu bieten als Ergänzung zur Einarbeitung vor Ort durch Erfahrungsträger. Damit erfüllen wir in noch höherem Maße den Anspruch unserer Kunden an eine qualitätsgesicherte Ausbildung unserer Mitarbeiter bereits vor dem ersten Einsatz".
Nicht nur Werner Pinkvoß, sondern auch Prof. Dr. Heinrich Reents, der die Arbeit an der Hochschule betreute, hat an den Leistungen seines Diplomanden nichts zu beanstanden.Tobias Seitz schloss gestern mit dem Kolloquium und der Note 1, 0 sein Studium an der Fachhochschule ab und wird demnächst als Mitarbeiter der AREVA NP GmbH ins Berufsleben eintreten.