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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
12.04.2001

MFH-Professor sorgt für klare Sicht

Neues Oberflächenmessgerät für die Forschung

Die Entwicklung transparenter, elektrisch leitfähiger Glasoberflächen ist Ziel eines Forschungsvorhabens von Prof. Dr. Peter Meisterjahn vom Fachbereich Physikalische Technik der Märkischen Fachhochschule (MFH).

Die Entwicklung transparenter, elektrisch leitfähiger Glasoberflächen ist Ziel eines Forschungsvorhabens von Prof. Dr. Peter Meisterjahn vom Fachbereich Physikalische Technik der Märkischen Fachhochschule (MFH). Mit Hilfe des neuen Oberflächenmessgerät ist es nun möglich, Schichtdicken und Oberflächenrauhigkeiten auch im Nanometerbereich zu messen, denn die Schichten, mit denen die Glasscheiben behaftet sind, müssen hauchdünn sein, dabei aber eine hohe Leitfähigkeit und Transparenz besitzen. Für das menschliche Auge darf die Beschichtung nicht zu erkennen sein. Die Schichten selber werden mittels eines chemischen Verfahrens im Labor hergestellt und im Tauchverfahren aufgetragen. Die dazu notwendige Beschichtungsanlage ist in der MFH von den Professoren Meisterjahn und Ulrich Lehmann selbst entwickelt worden. Der Einsatzbereich für diese Glasoberflächen ist riesig. Derart beschichtete Glasflächen sorgen zum Beispiel im Auto, in Gebäuden oder auch in Wintergärten für die notwendige Wärmedämmung, die im Sommer eine angenehme Kühle in Räumen und Fahrzeugen bietet. Tiefkühlschränke im Supermarkt werden zukünftig beim Öffnen nicht mehr beschlagen. Auch für Flachbildschirme oder Solarzellen lässt sich diese Technik verwenden. Bislang werden diese Schichten entweder physikalisch im Vakuum oder durch Sprühen aufgetragen. Beide Verfahren sind jedoch mit erheblichen Nachteilen verbunden. Während das Vakuum-Verfahren recht kostenintensiv ist, ist das Sprüh-Verfahren ökologisch bedenklich. Dadurch entsteht die gefährliche Flusssäure, die aufwendig abgesaugt werden muss. Das an der MFH entwickelte Verfahren ist dagegen ökologisch verträglich und gleichzeitig ökonomisch attraktiv. Bislang werden die Versuche nur im Labormaßstab durchgeführt. Prof. Meisterjahn ist sich jedoch sicher, dass das Verfahren bald auch zum industriellen Einsatz kommt.