Pressemitteilung-Detail

Evonik Degussa Preis "Nano & Bio" erstmals an Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn verliehen
Sven Bauernfeind und Annette Barchanski sind die ersten Preisträger, die jetzt den Evonik Degussa-Preis "Nano & Bio" erhalten haben.
Sven Bauernfeind und Annette Barchanski sind die ersten Preisträger, die jetzt den Evonik Degussa-Preis "Nano & Bio" erhalten haben.
Die Evonik Degussa GmbH ist eine 100-prozentige Tochter des früheren RAG-Konzerns, heute Evonik, und weltweit führend auf Gebiet der Spezialchemie. "Wir haben uns entschlossen", so Dr. Heiko Thiem, Project Manager des Bereichs Creavis Technologies & Innovation, für herausragende Absolventinnen und Absolventen des Iserlohner Studiengangs Bio- und Nanotechnologien der Fachhochschule Südwestfalen einen Preis zu stiften".
Dabei werden einmal pro Jahr bis zu zwei Studienabschlussarbeiten mit einem Betrag von 500 Euro ausgezeichnet, die einen hohen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen besitzen.
Diesen Nutzen sah die Auswahljury in diesem Jahr bei den Abschlussarbeiten von Sven Bauernfeind und Annette Barchanski. Sven Bauernfeind hat sich in seiner Diplomarbeit mit der Dotierung von Zinndioxid mittels fluorhaltiger Substanzen beschäftigt. Mit Hilfe der chemischen Nanotechnologie entwickelte er ein neuartiges Verfahren, das im Gegensatz zu dem bisher üblichen Verfahren wesentlich einfacher und ökologisch unbedenklicher ist. Dieses Verfahren wird beispielsweise eingesetzt, um Antibeschlagsschichten für Fenster oder Glastüren herzustellen. So können beispielsweise Kühlschranktüren in Supermärkten, die mit diesem Verfahren behandelt wurden, beim Öffnen nicht mehr beschlagen.
Eine grundlagenwissenschaftliche Studie erstellte Annette Barchanski in Ihrer Abschlussarbeit. Im Rahmen dieser Studie hat sie die Bereiche der Bio- und der Nanotechnologie miteinander verknüpft. Sie hat ebenfalls mit Hilfe der chemischen Nanotechnologie Enzyme in einer Sol-Gel-Schicht fixiert, die sie aus flüssigen Ausgangsstoffen hergestellt hat. Dabei kann das Enzym mehrmals verlustfrei genutzt werden. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind für eine spätere Anwendung im Bereich der Biosensoren oder der medizinischen Diagnostik von Interesse.
Im Rahmen einer Feierstunde überreichten Dr. Heiko Thiem und Fachbereichs-Dekan Prof. Dr. Burkhard Neumann den Preisträger den Geldbetrag und eine Urkunde.