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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
12.12.2007

Hagener Verbundstudierende informierten sich in Brüssel

Exkursion zu europäischen Institutionen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erleben. Das konnten jetzt Studierende des Hagener Verbundstudiengangs Betriebswirtschaft, Studienrichtung Wirtschaftsrecht der Fachhochschule Südwestfalen beim Besuch verschiedener europäischer Institutionen in Brüssel hautnah erfahren.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erleben. Das konnten jetzt Studierende des Hagener Verbundstudiengangs Betriebswirtschaft, Studienrichtung Wirtschaftsrecht der Fachhochschule Südwestfalen beim Besuch verschiedener europäischer Institutionen in Brüssel hautnah erfahren. Ob Taschendiebstahl oder Vorträge, die aufgrund von Feuerarlarm kurzerhand vom Seminarraum auf die Straße verlegt wurden: Neben fachlichen Informationen kamen Aufregung und Unterhaltung nicht zu kurz. Organisiert hatte die Exkursion Dozentin Dr. Ursula Bachem-Niedermeier für die Teilnehmer des Kurses Internationales Wirtschaftsrecht. Erste Station war die Generaldirektion "Juristischer Dienst" der EU-Kommission. Dr. Günther Wilms erläuterte den Studierenden die Rolle der Europäischen Kommission. "Die EU ist ein Club, zu dem jeder gehören möchte, wenn er draußen ist – sobald man Mitglied ist, fängt man an, darauf zu schimpfen", so seine vereinfachte Definition. Dr. Wilms führte die Besucher intensiv in die geschichtliche Entwicklung der EU, die Organisationsstruktur und die Aufgaben der Kommission in den Bereichen Initiativrecht, Rechtsetzung, Kontrolle oder Rechtsetzungsverfahren ein. Er sprach auch die Finanzierung der EU durch die Gemeinschaftsstaaten an: "Die EU ist nicht das tiefe Loch, in dem Steuergelder verschwinden". Über die Grundfreiheiten im EG-Vertrag informierte Peter Oliver vom Grundsatzreferat der Kommission. Insbesondere wies er auf das Spannungsverhältnis zwischen den im EG-Vertrag verbürgten Grundfreiheiten und den bislang nicht zusammengefassten Grundrechten hin. Am Beispiel eines Falls zur Warenverkehrsfreiheit verdeutlichte er die schwierige Beziehung im direkten Verwaltungsvollzug. In diesem Fall hatte die österreichische Administration eine Demonstration auf der Brenner Autobahn genehmigt mit enormen wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen, Speditionen und Frachtführer. Was sich hinter der Arbeit einer Landesvertretung in Brüssel verbirgt erfuhren die Studierenden in der Landesvertretung NRW. Die Aufgaben reichen von täglicher Lobbyarbeit über Kultursponsering bis zum Auskunftswesen für Unternehmen. Letzte Station war ein Besuch bei Agnes Tarnai, Abteilungsleiterin Sprachendienst der Generaldirektion, die über die Rolle des Rates der Europäischen Union berichtete. Der Rat, das Hauptrechtsetzungsorgan der Union stimmt die Wirtschaftspolitik der Mitgliedsstaaten aufeinander ab, stellt den Haushaltsplan auf und ist für Personalangelegenheiten zuständig. Die Studierenden, die ihr Studium parallel zu ihrer Berufstätigkeit absolvieren, erhielten bei der Exkursion eine Fülle von Informationen aus erster Hand. Exkursionen, so das einhellige Fazit, stellen eine gute praxisbezogene Ergänzung zu der im Studium vermittelten Theorie dar.