Pressemitteilung-Detail

Hagener Studierende erlebten das "wahre" Afrika:
Exkursion des Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen führte nach Westafrika
Andere Länder, andere Maßstäbe, andere Wirtschaftssysteme kennen lernen: Aus diesem Grunde führt der Hagener Fachbereich Technische Betriebswirtschaft mit seinen Studierenden regelmäßig Exkursionen ins Ausland durch. In diesem Jahr war das Ziel von Prof. Dr. Gunter Bamler und seinen Studierenden Westafrika.
Der deutsche Botschafter in Lomé (Togo) berief sich auf den Bundespräsidenten und meinte, dass man gerade auch Afrikanern auf gleicher Augenhöhe begegnen müsse. Auf die Frage, wie er denn damit umgehe, dass nichts, aber auch garnichts in Afrika zu funktionieren scheint, antwortete er diplomatisch, dass man eben Afrika nicht nach unseren Maßstäben behandeln dürfe.
Andere Länder, andere Maßstäbe, andere Wirtschaftssysteme kennen lernen: Aus diesem Grunde führt der Hagener Fachbereich Technische Betriebswirtschaft mit seinen Studierenden regelmäßig Exkursionen ins Ausland durch. In diesem Jahr war das Ziel von Prof. Dr. Gunter Bamler und seinen Studierenden Westafrika.
Es war zwar nicht so geplant, aber letztlich legten die rund 20 Studierenden die gesamte Strecke von Timbuktu im Norden Malis bis Lagos in Nigeria auf dem Landweg zurück – keineswegs auf dem kürzesten Weg, sondern über das Dogon-Land, über Burkina Faso, Ghana, Togo und Benin. Da liegt einiges an der Strecke, ja eigentlich alles, was Westafrika zu bieten hat. In Bamako ging es los. Baumwollverarbeitungsanlagen und Plantagen wurden besichtigt, leider nicht in Produktion, da gerade keine Erntezeit war. Eine moderne Bäckerei, eine Bonbonfabrik und die so völlig andersartigen Märkte hinterließen jedoch keinen so großen Eindruck wie das Waisenhaus der Hauptstadt Malis. Reichlich Neugeborene werden hier bis zum Vorschulalter liebevoll unter ärmlichsten Bedingungen aufgepäppelt. So gut wie kein Spielzeug war vorhanden, die Freude war daher umso größer über die vielen mitgebrachten Bälle.
Von Timbuktu, der einsamen Wüstenstadt ging es fast zwölf Stunden lang mit Allradfahrzeugen durch Wüstenlandschaften bis zu den fruchtbaren Gebieten am Niger. Die Klimaanlagen in den Fahrzeugen funktionierten nicht, technische Pannen auf dieser und den anderen Fahrten waren der Normalfall. Mit Improvisationstalent und viel Kreativität trotzten die einheimischen Fahrer aber jeder Panne und bescherten den Studierenden so manchen spektakulären Sonnenuntergang und nächtlichen Sternenhimmel während der Wartezeiten.
Deutsch-afrikanische Freundschaften wurden während eines Abendessens mit Familienanschluss in Accra geschlossen. In Togo standen der Besuch der deutschen Botschaft und einer Molkerei auf dem Programm. In Benin nahm sich das Botschaftspersonal sogar die Zeit, den Studierenden an zwei Abenden das Nachtleben zu zeigen, einschließlich Wodoo-Vorführungen. In Nigeria erlebten die Studierenden sehr informative Firmenbesichtigungen bei Nestlé und Julius Berger, hatten diese Firmen doch bislang noch nie Exkursionsteilnehmer einer deutschen Hochschule zu Gast.
Nigeria war das letzte Land dieser Exkursion. Die Eindrücke: Menschen- und Müllmassen, Verkehrsprobleme en gros und große Lebensunterschiede zwischen den verschiedenen sozialen Schichten.
Westafrika, ein Erlebnis? Für die Hagener Reisegruppe bestimmt, der Blick über den Tellerand auf einen anderen Kontinent wird ihnen bestimmt auch im späteren Berufsleben als Wirtschafts-Ingenieure nützen.