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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
26.06.2007

IfKom-Preis an drei Absolventen des Studiengangs Angewandte Informatik verliehen

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) zeichnete heute in der Fachhochschule Südwestfalen drei Absolventen des Iserlohner Studiengangs Angewandte Informatik mit dem IfKom-Preis aus.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) zeichnete heute in der Fachhochschule Südwestfalen drei Absolventen des Iserlohner Studiengangs Angewandte Informatik mit dem IfKom-Preis aus. Verliehen wurde der Preis an die Diplom-Informatiker Sven Lüppken, Patrick Wolfart und Uwe Gogolin für ihre herausragenden Leistungen im Rahmen der Diplomarbeit. "Die IfKom ist Europas größter Verband von Ingenieuren im Bereich Information und Kommunikation", erläutert Dipl.-Ing. Hartmut Gloger, Mitglied des Bundesvorstands, "die Mitglieder des Verbandes finden sich bei Netzbetreibern, Dienstanbietern, Herstellern und Dienstleistern. Eine weitere große Gruppe innerhalb des Verbandes sind die studentischen Mitglieder". Bei RTL Television in Köln (jetzt CBC Cologne Broadcasting Center GmbH) hat sich Sven Lüppken im Rahmen seiner Diplomarbeit mit "Alternativen Persistenztechniken in der Anwendungsentwicklung bei RTL Television" beschäftigt. Er untersuchte drei verschiedene Implementierungen des Java Persistenz APIs, einer normierten Schnittstelle für die Datenbankzugriffsschicht, auf die Einsetzbarkeit innerhalb der Webanwendung "RTL Story Sales" und formulierte eine klare Produktempfehlung für das Unternehmen. Die von ihm vorgeschlagene Technologie wird von der Firma CBC mittlerweile auch in anderen Projekten eingesetzt und hat insgesamt zu einer deutlichen Reduktion des Aufwandes bei der Erstellung java-basierter Anwendungen geführt. Dem Thema Sicherheit im Electronic-Banking haben sich Patrick Wolfart und Uwe Gogolin gemeinsam in ihrer Diplomarbeit gewidmet. Der anerkannt sicherste Standard für Electronic Banking ist der deutsche HBCI-Standard. HBCI sorgt dafür, dass der Datenaustausch zwischen dem Computer zu Hause und dem Rechenzentrum der Bank zuverlässig und sicher abgewickelt wird. Dazu werden Verschlüsselungs- und elektronische Unterschriftsverfahren eingesetzt, die ein Abhören oder Verfälschen der übertragenen Nachrichten unmöglich machen. In einem Homebanking-Programm wie dem an der Fachhochschule Südwestfalen entwickelten Programm "MoneyPenny" wird für die Abwicklung des HBCI-Protokolls ein so genannter HBCI Kernel eingesetzt. Dieser hochkomplexe Programmteil wird normalerweise vom Benutzer überhaupt nicht wahrgenommen. Dabei ist seine Bedeutung für das Programm gut mit der des Motors für ein Auto zu vergleichen. Genau diesen "Motor" nämlich einen Electronic-Banking Kernel nach dem HBCI-Standard haben die beiden Absolventen in ihrer Diplomarbeit entwickelt "Die Preisträger haben mit ihren Entwicklungen einen hohen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen erzielt und bewiesen, dass auch Diplomarbeiten ein wirksames Instrument des Technologietransfers zwischen Hochschule und Industrie sind", so Prof. Dr. Burkhard Neumann, Dekan des Fachbereichs Informatik und Naturwissenschaften und Mitglied der Auswahljury. Die Preisträger erhielten je einen Geldpreis in Höhe von 500 Euro sowie eine Jahresmitgliedschaft bei der IfKom.