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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
26.06.2007

Hightech von der Frontlinie in der FH Südwestfalen

Erfolgreicher Start der neuen FH-Veranstaltungsreihe "Hightech" mit Technologie-News aus der DRAM-Fertigung von Qimonda. Viele Jobs für FH- Absolventen in diesem Bereich

Mit seinem Vortrag "Qimonda – The Worlds Leading Creative Memory Company" setzte Dr. Frank Faßbender, Senior Manager bei der Firma Qimonda, den Startpunkt für eine neue Veranstaltungsform unter dem Namen "Hightech-Reihe im Fachbereich Informatik und Naturwissenschaften" in der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn.

Mit seinem Vortrag "Qimonda – The Worlds Leading Creative Memory Company" setzte Dr. Frank Faßbender, Senior Manager bei der Firma Qimonda, den Startpunkt für eine neue Veranstaltungsform unter dem Namen "Hightech-Reihe im Fachbereich Informatik und Naturwissenschaften" in der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Die Initiatoren, Prof. Dr. Günther Schmitt und Prof. Ulrich Lehmann planen in Zukunft in jedem Semester eine öffentliche Vorlesung für alle Interessenten aus der Region zu innovativen Themen "aus der vordersten Technologielinie". "Damit die Bürger bereits heute schon erfahren, was die Technologie von morgen sein wird" begründet Prof. Lehmann die Idee zu dieser Reihe. Im Rahmen der Lehrveranstaltung Rechnerarchitektur führte Dr. Faßbender die Zuhörer in die Welt der Speichertechnik ein. Qimonda ist der drittgrößte DRAM-Hersteller (Dynamic Random Access Memory) der Welt mit Fabriken (sogenannten Fabs) in Dresden, USA und Asien. Qimonda entstand durch Ausgründung der Speichersparte von Infineon (vormals Siemens). DRAMs sind dynamische Speicher, die in der Regel für den Arbeitsspeicher in Computern und Servern, aber auch in zunehmendem Maße in neuen digitalen Audio- und Video Anwendungen wie DVD Recordern, Digitalfernsehen, MP3-Playern und vielem mehr eingesetzt werden. Faszinierend ist die Roadmap für den 4 GBit-DRAM (4 Gigabit entsprechen 4 294 967 296 Bit) in einem Speicherchip bis zum Jahre 2009. Qimonda ist der Technologieführer bei DRAMs basierend auf der "Deep-Trench-Technologie". Hierbei wird der Kondensator, dessen Ladungszustand ein BIT mit 0 oder 1 repräsentiert, als tiefe "Schlucht" im Silizium realisiert, vorstellbar als ein Brunnen, mehr als 60 m tief und mit nur 1 m im Durchmesser. Nur 1 m daneben gibt es den gleichen Brunnen, dies alles jedoch 100 000 000fach verkleinert. Und es liegen nur einige 100 Elektronen in dem "Brunnen", die die logische 1 des Bits repräsentieren: "Eine Technik, die nur Qimonda in großen Stückzahlen fertigt und die etwa 20% der elektrischen Leistung für den Hauptspeicher eines Computers einsparen kann" berichtet Dr. Faßbender und ergänzt, " dies ist zurzeit ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, um die Akku-Laufzeiten unter anderem auch von portablen Endgeräten, wie etwa MP3-Spielern oder Notebooks zu steigern". Sehr spannend für die Zuhörer waren auch seine Informationen über die bevorstehenden Engpässe in der Strukturverkleinerung bei den beliebten Flash-Speichern, die in den Speicherkarten für digitale Kameras eingebaut sind. Bei 45 nm wird eine schwer zu überwindende Barriere für die weitere Verkleinerung nach dem Moorschen Gesetz erwartet. Hier bahnt sich ein neues physikalisches Verfahren für Speicher, die sogenannten PC-RAMs, seinen Weg. PC steht hierbei für einen Phasenwechsel. Es werden die Zustände des Kristalls, d.h. kristalin oder amorph selbst für die Repräsentation der Binärstelle BIT 0 oder 1 genutzt. Umgeformt wird mit einem elektrischen Energieimpuls, der nur 10ns, was 0,000 000 010 Sekunden entspricht, dauert. Die neuen Flash-Speicher könnten damit deutllich schneller werden. Die erste Vorlesung, der neben Hochschulangehörigen auch viele externe Besucher beiwohnten, war ein voller Erfolg, verstand es Dr. Faßbender doch, die großen technologischen Herausforderungen einer DRAM-Fertigung mit unvorstellbar kleinen Strukturen im Nanometer-Bereich sehr lebendig, anschaulich und unterhaltsam zu erklären. Interessante Gespräche ergaben sich auch für die Studierenden am Rande der Vorlesung. Bei Qimonda in Dresden werden Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker mit Bachelor-, Diplom-, Masterabschluss oder Promotion gesucht. Weitere Informationen unter www.qimonda.com/careers.