Pressemitteilung-Detail

Fachhochschule Südwestfalen präsentiert sich im Landtag NRW
Forschungsprojekte aus Iserlohn und Soest werden vorgestellt
Ab 24. Januar präsentiert sich die Fachhochschule Südwestfalen mit drei Forschungsprojekten direkt vor Ort des landespolitischen Geschehens: im Landtag NRW in Düsseldorf.
Ab 24. Januar präsentiert sich die Fachhochschule Südwestfalen mit drei Forschungsprojekten direkt vor Ort des landespolitischen Geschehens: im Landtag NRW in Düsseldorf.
Im Zusammenhang mit dem Projekt "Lebendige Forschung an Fachhochschule in NRW" zeigen die insgesamt 16 Fachhochschulen des Landes dort die Vielfalt ihrer Forschungsleistungen. Und das in einem durchaus appetitlichen Rahmen: Ein "Science-Café bietet "Wissens-Snacks" in Form von Croissants an, jedes mit Informationen über ein Forschungsprojekt versehen.
Das vorgestellte Forschungsprojekt der Iserlohner Kompetenzplattform "Computer Vision and Computational Intelligence" wird mit mittelständischen Unternehmen aus dem Märkischen Kreis und der Firma Airbus Deutschland in Hamburg durchgeführt. Unter der Leitung von Prof. Ulrich Lehmann wird ein Künstliches Neuronales Netz nach dem Vorbild des Gehirns eines Experten zur fertigungsbegleitenden Analyse und Prozessregelung entwickelt. Aus Sicht von Airbus schließt das Forschungsvorhaben eine derzeit noch bestehende Lücke in der Grundlagenforschung zum Themenkomplex effiziente Montageprozessregelung. Von besonderem Interesse ist dabei die Entwicklung eines neuen Mess- und Regelungskonzeptes für die prozessbegleitende Qualitätssicherung der nächsten Airbus-Generation.
Ohne Wasser können Menschen nicht überleben. Dass Wasser auch in sehr trockenen Gebieten der Luft entzogen werden kann, zeigt ein weiteres Forschungsprojekt des Standorts Iserlohn. Voraussetzung für die Wassergewinnung aus der Luft ist, dass ausreichend Kühlmöglichkeiten und Energie zur Verfügung stehen. Die notwendige Kälte wird dann nachts durch Strahlungsaustausch mit der oberen Atmosphäre gewonnen, zwischengespeichert und mit Sonnenaufgang für die Wassergewinnung genutzt. Im Labor für Lebenswissenschaften unter Leitung von Prof. Dr. Dieter Ihrig werden Geräte für die Realisierungsmöglichkeit dieser an sich nicht neuen Idee entwickelt. Diese Geräte kommen ohne elektronische Regelung aus und können ohne Fachpersonal betrieben werden. Damit sind die Gerätschaften auf die Bedürfnisse der Dritten Welt zugeschnitten. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium unterstützt.
Heizwärme mithilfe der kostenlosen Außenluft gewinnen- so könnte unsere Heizung der Zukunft aussehen. Am Standort Soest der Fachhochschule Südwestfalen wird zurzeit eine Technik erprobt, bei der Aluminiumprofile auf dem Dach montiert werden, durch die Glykol fließt. Die im Volksmund als Frostschutzmittel bekannte Flüssigkeit nimmt die Wärme der Außenluft auf und gibt sie über eine Wärmepumpe an das Heizwasser weiter. Die Frage ist, ob diese solarunterstützte Wärmepumpe wirtschaftlich machbar ist", sagt Michael Heppelmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Elektrische Energietechnik, der das Projekt mit Prof. Dr. Berthold Bitzer durchführt. Bis auf die Aluminiumprofile gibt es alle Bauteile auf dem freien Markt. Die Profile sind deshalb das teuerste Element. Mit ihnen lässt sich aber theoretisch das ganze Dach decken. Das spart aber die Kosten der Dachpfannen. "Wer ein neues Haus damit ausrüstet, braucht auch keinen Erdgasanschluss mehr", betont Heppelmann. Das auf den Namen Endohousing getaufte Projekt wird von der EU gefördert.
Die Eröffnung der Forschungspräsentation findet am 24. Januar um 9.30 Uhr in der Wandelhalle des Landtags statt. Das "Science-Café" ist an allen Ausschuss- und Plenarsitzungstagen bis zum 2. Februar geöffnet und lädt zu einem anregenden Wissensaustausch ein.