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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
20.11.2006

Wissenschaft trifft Praxis: Studierende der Fachhochschule in Meschede untersuchen Unternehmensstrukturen der Glasid AG

Wie sieht ein optimales Unternehmen aus? Diese Frage stellten sich 20 Studierende der Fachrichtungen Wirtschaft und International Management with Engineering an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede. Unter Leitung der Professoren Dr. Beate Burgfeld-Schächer und Dr. Paul Gronau nahmen sie im Rahmen eines Projektseminars die Unternehmensstrukturen der Glasid AG unter die Lupe.

Wie sieht ein optimales Unternehmen aus? Diese Frage stellten sich 20 Studierende der Fachrichtungen Wirtschaft und International Management with Engineering an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede. Unter Leitung der Professoren Dr. Beate Burgfeld-Schächer und Dr. Paul Gronau nahmen sie im Rahmen eines Projektseminars die Unternehmensstrukturen der Glasid AG unter die Lupe. "Wir wollten die Frage nach einem optimalen Unternehmen bewusst nicht theoretisch-akademisch beantworten, sondern aufgrund vorgegebener Rahmenbedingungen an einem konkreten Unternehmen untersuchen", erläutert Beate Burgfeld-Schächer, "daher waren wir sehr froh, die Glasid AG, ein mittelständisches eigentümergeführtes Unternehmen der Glasveredelung mit Sitz in Essen, als Kooperationspartner gewinnen zu können". Im Gegensatz zur sonst üblichen Vorgehensweise, der Erstellung eines Sollkonzepts auf Basis einer zuvor durchgeführten Ist-Analyse, verfolgten die Studierenden auf Anregung des Vorstands der Glasid AG einen neuen Ansatz: Zu Beginn des Projektseminars präsentierte das Unternehmen offen seine Unternehmensgrundsätze, wesentliche Unternehmensdaten und strategische Gedanken. Auf dieser Grundlage sollten die angehenden Betriebswirte in fünf Gruppen ein "optimales" Unternehmen entwickeln. Aus Sicht des Unternehmens versprach diese Vorgehensweise innovative Anregungen für Verbesserungspotenziale ohne Beschränkung durch zu detaillierte Firmeninformationen. Die Studierenden erstellten in selbständiger Projektarbeit während der vorlesungsfreien Zeit auf Basis fundierter betriebswirtschaftlicher Kenntnisse kreativ und doch realitätsnah Vorschläge für optimale Unternehmensstrukturen, die in zahlreichen Gesprächen mit Unternehmensvertretern und im Rahmen eines Betriebsbesuchs auf Umsetzbarkeit abgeklopft wurden. Jetzt wurden dem Vorstand der Glasid AG nun die endgültigen Konzepte präsentiert. "Die Bereitschaft der Glasid AG, 20 Studierenden einen wesentlichen Einblick in ihr Unternehmen zu gewähren und ihnen alle Fragen offen zu beantworten, ist nicht selbstverständlich", lobt Paul Gronau die Zusammenarbeit. "Auch für uns Professoren war die Vorgehensweise, Ist-Strukturen an einer Konzeption optimaler Strukturen zu spiegeln, ein Experiment, das wir gerne eingegangen sind, um den Studierenden neben praktischen Erfahrungen im Projektmanagement auch Einblicke in die Managementberatung zu ermöglichen. Für Hans-Peter Damke, Aufsichtsratsvorsitzender der Glasid AG war die Kooperation mit der Fachhochschule in Meschede ein voller Erfolg: "Wir hatten zuvor überlegt, professionelle Unternehmensberater zu Rate zu ziehen. Über einen Praktikanten, der in Meschede studiert, haben wir Kontakt zu der Hochschule aufgenommen.Heute haben wir fünf hervorragende Präsentationen von den Studierenden erlebt. Jede Studierendengruppe hat schwerpunktmäßig spezielle Unternehmensbereiche wie Controlling, Personalmanagement, Finanzen, Risikomanagement oder Arbeitssicherheit bearbeitet und uns entsprechende Ausarbeitungen mit Optimierungsvorschlägen überreicht, die wir jetzt in unserem Hause durcharbeiten werde". Auch für die Studierenden hat sich die Projektarbeit gelohnt. Neben der gewonnenen Praxiserfahrung erhält jeder der Teilnehmer 500 Euro von dem Unternehmen. Darüber hinaus wird die beste der fünf Studierendengruppen für ihre Präsentation im Hause der Glasid AG zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer Feierstunde nochmals ausgezeichnet.