Pressemitteilung-Detail

Studentin der Iserlohner Fachhochschule entwickelt Hebewerk für mobile Tiefbohranlagen
Es gibt sie doch noch: Schüler, die Spaß an Mathematik haben. Genau diese Vorliebe für Mathematik und der Wunsch, sie beruflich kreativ einzusetzen, führten Kathrin Reeker von Schüttorf in Niedersachsen zum Studium nach Iserlohn.
Es gibt sie doch noch: Schüler, die Spaß an Mathematik haben. Genau diese Vorliebe für Mathematik und der Wunsch, sie beruflich kreativ einzusetzen, führten Kathrin Reeker von Schüttorf in Niedersachsen zum Studium nach Iserlohn.
Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung als Technische Zeichnerin und wechselte danach zur BENTEC GmbH in Bad Bentheim. "Nach Beendigung meiner Lehre suchte ich im Internet nach Weiterbildungs-möglichkeiten oder einem Studium, welches ich berufsbegleitend anschließen konnte", berichtet Kathrin Reeker. Fündig wurde sie schließlich bei der Fachhochschule Südwestfalen im berufsbegleitenden Verbundstudiengang Maschinenbau. "Dieser Studiengang war das einzig passende Angebot, das ich finden konnte und er traf genau meiner Erwartungen." Nach fünf Jahren beendete sie nun ihr Studium mit dem Kolloquium und der Bestnote 1.0.
Im Rahmen ihrer Diplomarbeit entwickelte Kathrin Reeker für die BENTEC GmbH ein Hebewerk für eine mobile Tiefbohranlage. Die BENTEC GmbH entwickelt, konstruiert und fertigt mechanische und elektrische Komponenten für Workover-, Landbohranlagen und Bohrinseln für die Erdöl- und Erdgasindustrie. Workover- anlagen werden für die Reparatur und Wiederinstandsetzung unproduktiver Bohrlöcher eingesetzt. Speziell für diesen Zweck werden häufig mobile Anlagen verwendet, die auf Fahrzeuge gebaut sind. Es sind vielseitige Anlagen, die auch unter extremen Umweltbedingungen, z.B. in der Tundra Sibiriens oder in Wüstenregionen ihren Einsatz finden.
Für die Zukunft möchte das Unternehmen den Kunden noch größere fahrbare Anlagen mit einer Hakenlast von bis zu 200 Tonnen anbieten. Für Kathrin Reeker Grund genug, ihre im Studium erworbenen Ingenieurkenntnisse in dieses Projekt einzubringen. Zunächst stellte sie im Rahmen einer Marktanalyse fest, was bereits Stand der Technik ist und wohin der Entwicklungstrend geht. Für die geplante Anlage, die einen gemeinsamen Antrieb von Fahrzeug und Hebewerk vorsieht, ermittelte sie die Grundlagen für die Antriebsrechnung. Die maßgeblich auftretenden Kräfte und Momente in unterschiedlichen Belastungsfällen wurden berechnet, die zu verwendenden Bauteile ausgewählt und hinsichtlich ihrer Sicherheit überprüft.
Unterstützung bei Ihrer Diplomarbeit fand Kathrin Reeker nicht nur an der Fachhochschule bei ihrem betreuenden Hochschullehrer, Prof. Dr. Peter Langbein. Auch ihr Arbeitgeber förderte sie während ihres Studiums. So wurden die Studiengebühren übernommen und vor den Prüfungs- und Klausurphasen gab es genügend Urlaub.
Als Jungingenieurin wird Kathrin Reeker wie bisher im Konstruktionsbereich arbeiten, aber in Zukunft verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen.