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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
30.08.2006

Diplomand der Fachhochschule entwickelt flexible Montagezelle mit Roboterunterstützung für Fa. Durable

Sascha Fiedler absolvierte Berufsausbildung und Studium parallel

Für Sascha Fiedler kam die Einführung des ausbildungsbegleitenden Verbundstudiengangs Maschinenbau gerade richtig: "Nach meinem Abitur war ich mir unsicher, ob ich eine Lehre oder ein Studium anschließen sollte". Entscheiden musste er sich schließlich nicht mehr, denn der Verbundstudiengang bietet beides, eine technische Berufsausbildung kombiniert mit einem Maschinenbau-Studium an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn.

Für Sascha Fiedler kam die Einführung des ausbildungsbegleitenden Verbundstudiengangs Maschinenbau gerade richtig: "Nach meinem Abitur war ich mir unsicher, ob ich eine Lehre oder ein Studium anschließen sollte". Entscheiden musste er sich schließlich nicht mehr, denn der Verbundstudiengang bietet beides, eine technische Berufsausbildung kombiniert mit einem Maschinenbau-Studium an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Eine Ausbildungsstelle zum Mechatroniker fand Sascha Fiedler bei der Fa. Durable Hunke & Jochheim GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Iserlohn und einer Produktionsstätte in Kamen-Methler, dessen Geschäftsführer Horst-Werner Maier-Hunke sich für die Einrichtung eines ausbildungsbegleitenden Studienmodells an der Fachhochschule stets engagiert hat. Seine Berufsausbildung schloss er bereits 2003 ab, heute beendete er mit dem Abschlusskolloquium bei Prof. Dr. Heinrich Reents auch sein Studium in der Regelstudienzeit. Im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelte Sascha Fiedler eine flexible Montagezelle mit Roboterunterstützung zur Produktion eines Kunststoff-Seitenteils, welches für die notwendige Stabilität von Schreibtisch-Sichttafel-Displaysystemen sorgt. Bislang wurde dieses, aus vier Einzelteilen bestehende Seitenteil, in einem aufwendigen und kostenintensiven Montageprozess montiert. Ein Roboter übernimmt nun die Zusammenstellung der Einzelkomponenten dieses Seitenteils. Diese liegen im Erkennungsbereich einer hochauflösenden Kamera, welche mit einem digitalen Bildverarbeitungsprogramm verbunden ist und dem Roboter die entsprechenden Informationen über die Koordinaten der zu montierenden Teile übermittelt. Der Roboter nimmt die Teile aus dem Erfassungsbereich der Kamera und führt sie im Montagebett zusammen. Nach beendeter Montage entnimmt der Roboter die fertigen Seitenteile und legt sie auf einem Förderband ab, welches die Teile aus der Anlage transportiert. Mit der Entwicklung dieser vollautomatisierten Produktionsanlage ist nicht nur Prof. Reents hoch zufrieden. Auch Mark Ellermann, Fertigungsleiter und Frank Bublies, Produktionsleiter bei Durable schätzen die Wettbewerbsvorteile durch die neue Montagezelle : "Neben der mengenmäßigen Entlastung der bestehenden Maschinen, den finanziellen Einsparungen bei den Herstellkosten und den Entlastungen im Logistikbereich haben wir damit auch einen technologischen Fortschritt erreicht". Die fachliche Weiterentwicklung ihres Mitarbeiters hat die Fa. Durable stets unterstützt. So wurde Fiedler bereits ein Jahr nach Abschluss seiner Mechatronikerausbildung und noch während seines Studiums als Assistent der Fertigungsleitung in eine spätere Ingenieurtätigkeit eingeführt. Seit Anfang letzten Jahres ist er als Assistent der Produktionsleitung mit dem Aufgabenbereich der Projektbetreuung und -abwicklung betraut. Für Sascha Fiedler hat sich der fünfjährige Ausbildungsmarathon also gelohnt. In kürzester Zeit hat er sowohl eine Berufsausbildung als auch einen Studienabschluss geschafft. Freizeit gab es in dieser Zeit allerdings kaum für ihn, denn abends hat er zu Hause anhand von Lernbriefen studiert und jeden zweiten Samstag in der Fachhochschule die Seminare und Vorlesungen besucht. "Insbesondere die Grundlagenfächer erfordern ein intensives Lernen", so die Erfahrung von Fiedler, "aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran". Sein Fazit: "Für alle, die den nötigen Biss haben, kann ich dieses Studienmodell nur empfehlen".