Pressemitteilung-Detail

Iserlohner Fachhochschule präsentierte Kompetenzplattform "Computer Vision and Computational Intelligence" vor Politik und Wirtschaft
Forschungsleistungen aus Iserlohn präsentierten Prof. Ulrich Lehmann, Dr. Jörg Krone und Dr. Burkhard Neumann von der Fachhochschule Südwestfalen am Montag vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft in der Fachhochschule Dortmund. "Lebendige Forschung für eine starke Wirtschaft" nennt sich ein Gemeinschaftsprojekt des nordhrein-westfälischen Innovationsministeriums und der 16 Fachhochschulen im Lande.
Forschungsleistungen aus Iserlohn präsentierten Prof. Ulrich Lehmann, Dr. Jörg Krone und Dr. Burkhard Neumann von der Fachhochschule Südwestfalen am Montag vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft in der Fachhochschule Dortmund.
"Lebendige Forschung für eine starke Wirtschaft" nennt sich ein Gemeinschaftsprojekt des nordhrein-westfälischen Innovationsministeriums und der 16 Fachhochschulen im Lande. Das Ziel: Politik und Wirtschaft über die vielfältigen und innovativen Forschungsaktivitäten der Hochschulen zu informieren, Kooperationen anzuregen, persönlich ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen.
Im Rahmen eines Hochschulgesprächs wurden ausgewählte Forschungsvorhaben von 5 Fachhochschulen präsentiert, darunter die Iserlohner Kompetenzplattform "Computer Vision and Computational Intelligence" der Fachhochschule Südwestfalen, die zu den forschungsstärksten Fachhochschulen des Landes zählt.
Ziel der Forschungsarbeiten ist die Entwicklung innovativer und praxistauglicher Systeme für die visuelle Informationsverarbeitung und Automatisierung in der Industrie und der Medizintechnik. Dazu gehören die Erforschung und Erprobung neuer Methoden sowie die Entwicklung neuer Verfahren für praktische Anwendungen. "Im Rahmend der Kompetenzplattform", so Koordinator Prof. Ulrich Lehmann,“ werden die beiden Forschungsfelder Computer Vision und Computational Intelligence als Schnittmenge anwendungsorientiert erforscht. 30% des menschlichen Gehirns beschäftigen sich mit der Verarbeitung, Erkennung und Reaktion von und auf Bildern. Intelligenz und Sehsystem gehören beim Menschen eng zusammen. Computational Intelligence ermöglicht es, die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns in Computern nachzubilden. Computer Vision oder Bildverarbeitung liefert das dazugehörige Sehsystem. Ziel der Forscher ist es nun, intelligente technische Sehsysteme nach dem Vorbild der Biologie und Neurologie anwendungsorientiert zu erforschen und zu entwickeln. Eingebunden in die Kompetenzplattform bietet die Hochschule auch einen neuen Masterstudiengang „Computer Vision and Computational Intelligence" an.
In der Veranstaltung wurden von den Teilnehmern in Workshops wichtige Punkte für die Weichenstellung in Politik und Industrie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für anwendungsorientierte Forschung erarbeitet. Dabei übernahmen die Prorektoren für Forschung, so auch Prof. Dr. Wieland Richter von der FH Südwestfalen, die Moderation. Die Empfehlungen wurden im Plenum diskutiert.
Der Sprecher des Wissenschaftsausschusses im Landtag NRW, Karl Schultheiss, SPD, betonte in seinen Ausführungen, dass die Fachhochschulen des Landes einen wichtigen Beitrag in der anwendungsorientierten Forschung leisten. Leider würden jedoch insgesamt für die anwendungsorientierte Forschung zu wenig öffentliche Forschungsmittel bereitgestellt. Im Bundesmininisterium würden zur Zeit Initiativen gestartet, um die Situation deutlich zu verbessern.
Anlage:
Dokumentation des 2. Hochschulgesprächs: Lebendige Forschung - für eine starke Wirtschaft