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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
04.11.2005

Hagener FH-Studenten zwischen Wirbelstürmen

Wohlbehalten von Mittelamerika-Exkursion zurück

Es war nicht so geplant, aber es passte genau: Der Reisetermin der Mittelamerika-Exkursion der Studenten des Hagener Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen fiel exakt in die Zeitspanne zwischen dem Auftreten der Hurrikans Rita und Wilma. Verschont von den Verwüstungen der Wirbelstürme, wurden die Teilnehmer in den zwei Wochen allerdings durch die ständigen Tropenregen mehr als einmal bis auf die Haut nass.

Es war nicht so geplant, aber es passte genau: Der Reisetermin der Mittelamerika-Exkursion der Studenten des Hagener Fachbereichs Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen fiel exakt in die Zeitspanne zwischen dem Auftreten der Hurrikans Rita und Wilma. Verschont von den Verwüstungen der Wirbelstürme, wurden die Teilnehmer in den zwei Wochen allerdings durch die ständigen Tropenregen mehr als einmal bis auf die Haut nass. Die jährlichen Exkursionen in alle Welt unter Leitung von Prof. Dr. Gunther Bamler gehören bei den Studierenden zum festen Bestandteil ihres Studiums. Ziel der Reise waren in diesem Jahr die Karibik und Mittelamerika. Und wie könnten angehende Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieure die Internationalität ihres Studiengangs besser erfahren, als durch eine über die deutschen Grenzen hinaus ausgerichtete praxisorientierte Ausbildung? Sehr überraschend waren vor allem die Unterschiede zwischen den besuchten Ländern. Das an Öl so reiche Venezuela zählt zwar nicht zu den ärmeren Ländern, dennoch suchten die Studierenden vergeblich nach Zeichen des Wohlstands. Ebenfalls überraschend, wurde der geplante und seit langem festgelegte Besuch einer Ölbohrinsel der Firma Shell in Maracaibo kurzfristig aufgrund von Sicherheitsbedenken von dem Unternehmen abgesagt. Ganz anders die Atmosphäre in Costa Rica: Gastfreundlich, angenehmes Klima und auch das Besichtigungsprogramm verlief reibungslos. Neben dem Besuch einer Chip-Fabrik standen hier die Besichtigung einer Kaffeepflanzung und einer Bananenplantage auf dem Plan. Für alle Studierenden war es das erste Mal, zu sehen, woher die Kaffeebohnen und die Bananen stammen. Auch hatte von ihnen vorher noch keiner in einem Meerwasser gebadet, das fast Badewannen-temperaturen hatte oder beim Frühstück Kolibris zugeschaut, geschweige denn zu beobachten, wie eine Schlange einen Frosch jagt. Costa Rica, so die einhellige Meinung, hatte eine Menge zu bieten. Sogar der deutsche Botschafter opferte einen Teil seines Feierabends für die Hagener und lieferte jede Menge interessanter Informationen. Am nächsten Tag der Grenzübergang nach Panama: Ein Abenteuer erster Güte. Eine alte Eisenbahnbrücke mit schweren Bohlen über den Schwellen. Zum Glück waren die Schwellen so eng beieinander, das die hinterhergezogenen Koffer nicht durchfielen. Die nächste Überraschung gab es auf dem Provinzflughafen. Nicht 20 Kg Freigepäck waren erlaubt, sondern lediglich 10. Nach reichlich Palaver und einer Einigung auf die Hälfte des geforderten Geldbetrags wurde der Grund offenbart: Die Startbahn war so kurz, dass der Flieger mit dieser Gruppe und dem üppigen Gepäck zweimal fliegen musste, um dann von einem in der Nähe liegenden Flugplatz mit längerer Startbahn nach entsprechender Umladung den gemeinsamen Weiterflug in die Hauptstadt anzutreten – nur für die Hagener Studierenden, versteht sich, andere Reisende gab es nicht. In Panama City dann das gegenteilige Bild: Hochhäuser, Casinos, Restaurants. Hier stand der Besuch des legendären Panama-Kanals selbstverständlich auf dem Programm. Auf Jamaika, der nächsten Exkursionsstation, besichtigten die Teilnehmer ein Bauxit-Werk, wo Bauxit zu Aluminiumoxyd umgewandelt wird. Krönender Abschluss der Exkursion war Kuba. Havanna, heruntergekommen und prachtvoll zugleich, die Kubaner, einfach und genial in einer Person, herzlich und clever. " Wenn man dann noch das Glück hat, nicht nur eine der führenden Werften des Landes besichtigen zu dürfen", so das Resümee von Prof. Bamler, "sondern auch noch über zwei Stunden lang in der Deutschen Botschaft so intensiv informiert zu werden, dass man sich anschließend schon nach nur zwei Tagen als Kuba-Kenner wähnt, dann braucht man eigentlich nicht mehr in eine der vielen All-Inclusive-Anlagen zu reisen, wo einem sicherlich das erwartete Karibik-Flair nur vorgespielt wird."