Erste Studierende des ausbildungs- und berufsbegleitenden Verbundstudiengangs Maschinenbau erhalten Diplom nach Regelstudienzeit
Hochschule und Wirtschaft verabschieden Absolventen
Im Jahre 1999 setzen sich Vertreter der regionalen Arbeitgeberverbände, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen sowie der damaligen Märkischen Fachhochschule gemeinsam an einen Tisch, um ein bundesweit einmaliges Verbundmodell von technischer Berufsausbildung und Fachhochschulstudium zu entwickeln. Das Ziel: Mit einem attraktiven Ausbildungsmodell den qualifizierten Ingenieurnachwuchs auch in Zukunft für die Unternehmen in Südwestfalen sicherzustellen. Parallel zur technischen Ausbildung in einem Unternehmen, so die Planung, absolvieren die jungen Menschen ein 10-semestriges Studium des Maschinenbaus an der Fachhochschule und bleiben nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung bis zum Ende des Studiums in dem Unternehmen weiterhin tätig.
Zum Wintersemester 2000/2001 wurde aus der Idee Wirklichkeit. Mit der finanziellen Unterstützung der Arbeitgeberverbände konnte der neue ausbildungs- und berufsbegleitende Verbundstudiengang Maschinenbau mit 88 Studierenden und über 70 kooperierenden heimischen Unternehmen an den Start gehen.
Fünf Jahre später haben die ersten 13 Studierenden ihr Studium in der Regelstudienzeit erfolgreich beendet.
Im Jahre 1999 setzen sich Vertreter der regionalen Arbeitgeberverbände, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen sowie der damaligen Märkischen Fachhochschule gemeinsam an einen Tisch, um ein bundesweit einmaliges Verbundmodell von technischer Berufsausbildung und Fachhochschulstudium zu entwickeln. Das Ziel: Mit einem attraktiven Ausbildungsmodell den qualifizierten Ingenieurnachwuchs auch in Zukunft für die Unternehmen in Südwestfalen sicherzustellen. Parallel zur technischen Ausbildung in einem Unternehmen, so die Planung, absolvieren die jungen Menschen ein 10-semestriges Studium des Maschinenbaus an der Fachhochschule und bleiben nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung bis zum Ende des Studiums in dem Unternehmen weiterhin tätig.
Zum Wintersemester 2000/2001 wurde aus der Idee Wirklichkeit. Mit der finanziellen Unterstützung der Arbeitgeberverbände konnte der neue ausbildungs- und berufsbegleitende Verbundstudiengang Maschinenbau mit 88 Studierenden und über 70 kooperierenden heimischen Unternehmen an den Start gehen.
Fünf Jahre später haben die ersten 13 Studierenden ihr Studium in der Regelstudienzeit erfolgreich beendet. Die gemeinsam entwickelte und realierte Verbundausbildung hat sich in diesem Zeitraum als Erfolgsmodell erwiesen, das auch von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände mit dem Preis für Bildung der Deutschen Arbeitgeber als Reformstudiengang ausgezeichnet wurde. Im Rahmen einer akademischen Feier wurden diese Absolventen heute von Hochschule und Wirtschaft aus dem erfolgreichen Studium verabschiedet.
Lob und Anerkennung für die vollbrachte Leistung gab es dabei nicht nur von Rektor Prof. Dr. Jörg Liese und Dr. Kai Wilke, dem Vorsitzenden des Fördervereins der Fachhochschule. Auch Horst-Werner Maier-Hunke, Präsident der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände NRW betonte in seiner Rede, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, fünf Jahre lang neben Ausbildung und Beruf abends nach der Arbeit und am Wochenende zu lernen: "Eine enorme Leistung, die hohe Anerkennung verdient. Wer einen solchen Studiengang abgeschlossen hat - egal, ob ausbildungs- oder berufsbegleitend - hat in jedem Fall bewiesen, dass er über eine hohe Leistungsbereitschaft, über Ausdauer und Organisationstalent verfügt." Aus Sicht von Maier-Hunke haben die Arbeitgeberverbände mit ihrer Entscheidung, sich sowohl konzeptionell als auch finanziell an der Entwicklung und Realisierung des Verbundstudiums Maschinenbau zu beteiligen, "eine Zukunftsinvestion getätigt, die sich auszahlen wird" und sowohl der Hochschule als auch den Unternehmen Vorteile bringt: "Die Unternehmen erhalten durch die effiziente Verzahnung von Hochschulstudium und Ausbildung bzw. Facharbeitertätigkeit hochqualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure, die die betriebliche Praxis kennen und ohne lange Einarbeitungszeit sofort einsetzbar sind. Die Fachhochschule Südwestfalen gewinnt mit der dualen Ausbildung in Hochschule und Betrieb Studenten, die wissen, was sie wollen und über das entsprechende Durchhaltevermögen verfügen". Im Wirtschaftsraum Südwestfalen, so sein Fazit "funktioniert die Kooperation von Hochschule und Wirtschaft".
"Mit einer Expedition zum Mount Everest" verglich Prof. Dr. Hardy Moock vom Fachbereich Maschinenbau die Leistungen seiner Studierenden. "Den Gipfel haben zwar schon viele bestiegen, sprich das Diplom in Händen gehalten. Das Besondere in unserem Fall ist jedoch, dass wir das Ziel auf einem neuen Weg erreicht haben und in diesem Sinne eine Erstbegehung erfolgreich abgeschlossen haben." Am Bild des Bergsteigers verdeutlichte Prof. Moock die Erfahrungen, die sowohl die Hochschule als auch die Studierenden im Verlaufe der letzten fünf Jahre gesammelt haben, angefangen von organisatorischen Fragen im "Basislager" über Schwierigkeiten beim "Aufstieg" – "manche gelangten mühelos über Gletscherspalten, sprich Klausuren, andere hangelten sich mit Müh und Not auf die andere Seite und der eine oder andere fiel sogar in die Spalte" – bis hin zur "Gipfelbesteigung", die neben den 13 ersten Absolventen zurzeit noch weitere Studierende in Angriff genommen haben.
Die erfolgreichen "Erstbesteiger des Gipfels" erhielten im Anschluss vom Dekan des Fachbereichs Maschinenbau, Prof. Dr. Rainer Herbertz, die Diplomurkunden. "Der Fachbereich Maschinenbau mit seinen Professorinnen und Professoren", so Herbertz zu den Absolventen, "ist stolz über Ihre vollbrachte Leistung, die in besonderer Weise dadurch zum Ausdruck kommt, dass Sie Ihr Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen haben."
Nach der Feierstunde luden der Förderverein der Fachhochschule Südwestfalen e.V. und der Arbeitgeberverband Ruhr/Lenne e.V. zu einem Empfang in die Mensa ein, wo der Abend unter musikalischer Begleitung des Pablo Held Trios ausklang.