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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
11.07.2005

Absolventin der Fachhochschule Südwestfalen erwarb Doktortitel

Heike Stuhldreher aus Hemer promovierte im Bereich Bio- und Nanotechnologie- kooperatives Promotionsverfahren zwischen Fachhochschule Südwestfalen und Universität Duisburg-Essen

Für die Professoren, Mitarbeiter und die Studierenden des Studiengangs Bio- und Nanotechnologien der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn war es heute eine besondere akademische Feierstunde: Erstmals trägt nun auch eine Absolventin ihres Fachbereichs den Doktortitel. Mit Auszeichnung promovierte Heike Stuhldreher aus Hemer am Fachbereich Physik der Universität Duisburg – Essen zum Dr. rer.nat.

Für die Professoren, Mitarbeiter und die Studierenden des Studiengangs Bio- und Nanotechnologien der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn war es heute eine besondere akademische Feierstunde: Erstmals trägt nun auch eine Absolventin ihres Fachbereichs den Doktortitel. Mit Auszeichnung promovierte Heike Stuhldreher aus Hemer am Fachbereich Physik der Universität Duisburg – Essen zum Dr. rer.nat. Möglich wurde die Dissertation durch das Assistentenprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das besonders qualifizierten FH-Absolventen eine Promotion eröffnet. Das Promotionsverfahren ist im Rahmen dieses Modellversuchs kooperativ angelegt. Das eigentliche Promotionsverfahren findet in der Universität statt uund wird von einem dortigen Universitätsprofessor betreut, während das der Promotion zugrunde liegende Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in der Fachhochschule von einem dortigen Professor geleitet wird. Heike Stuhldreher studierte zunächst Physikalische Technik in Iserlohn. Nach dem Erwerb des Dipl.-Ing. sollte jedoch noch nicht Schluss sein mit dem Studium. Ermutigt durch ihren Betreuer, Prof. Dr. Peter Meisterjahn, entschloss sich Heike Stuhldreher zur Bewerbung für das Assistentenprogramm. Mit Erfolg, mit ihrem Forschungsgebiet der chemischen Nanotechnologie wurde sie in dieses Programm aufgenommen. Die chemische Nanotechnologie bietet ein hohes Potenzial zur Vergütung und Beschichtung von Oberflächen. So können auf Glas optische Funktionsschichten aufgebracht werden, die zum Beispiel hochreflektierend für Infrarotstrahlung sind oder aber sichtbares Licht schlucken. Populär sind auch schmutzabweisende Oberflächen, z.b. im Sanitärbereich. Sowohl in der Automobilindustrie als auch in der Gebäudeverglasung geht der Trend zu Multifunktionsschichten, die hohe Transparenz, eine elektrische Leitfähigkeit und photokatalytische Aktivitäten vereinigen. Bei der Photokatalyse löst der Einfall von Licht auf eine fotoempfindliche Beschichtung eine chemische Reaktion aus. Bei fotoempfindlich beschichteten Glasscheiben bewirkt beispielweise der Einfall von Sonnenlicht, dass die Scheiben durch die chemische Reaktion nicht mehr so stark verschmutzen. Ziel der Dissertation von Heike Stuhldreher war zum einen die Entwicklung von transparenten, elektrisch leitfähigen Beschichtungen über ein nasschemisches Verfahren auf der Basis von Zinkdioxid. Des Weiteren sollte ein Schichtsystem entwickelt werden, welches neben optischer Transparenz die Eigenschaften der elektrischen Leitfähigkeit mit der photokatalytischen Aktivität verknüpft bzw.mit dem eine Steigerung der photokatalytischen Wirksamkeit erzielt werden kann. Während der vergangenen Jahre hat Heike Stuhldreher sowohl an der Universität Duisburg-Essen studiert als auch im Labor von Prof. Dr. Meisterjahn gearbeitet, wo sie die Versuchsreihen durchführte. Im Rahmen einer kleinen akademischen Feierstunde wurde sie heute von den Professoren, Mitarbeitern und Studierenden des Fachbereichs Informatik und Naturwissenschaften verabschiedet. Leicht fiel Heike Stuhldreher der Abschied von Labor und Kollegen nicht, die sie über so viele Jahre begleitet und unterstützt hatten. Seit März diesen Jahres steht ihr Schreibtisch bei der Firma Creavis GmbH in Marl, einer Tochterfirma des Unternehmens Degussa.