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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
20.11.2020

Zukunftswerkstatt Vereinbarkeit

Online-Workshop des Familienbüros und der Impulsväter am 3. November drehte sich um den Spagat zwischen Beruf und Familie im Homeoffice

Lockdown, Schulschließungen, Homeoffice – Das Online-Sommersemester 2020 hat hohe Anforderungen an Beschäftigte und Studierende der Fachhochschule Südwestfalen gestellt. Mit der Zukunftswerkstatt Vereinbarkeit am 3. November wollten das Familienbüro und die Impulsväter herausfinden, wie Betroffene diese Herausforderungen gemeistert haben und gemeinsam mit den rund 40 Teilnehmer*innen der Online-Veranstaltung überlegen, welche erfolgreichen Strategien auch für den aktuellen Lockdown und die Zeit danach hilfreich sind.  

Gleich vier Umfragen präsentierte Saskia Nowak vom IQEM hierzu: Befragungen von Studierenden, Lehrenden, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Führungskräften in der Verwaltung. Die Quintessenz? „Man kann sagen, dass die Verpflichtungen im familiären Bereich ganz klar gestiegen sind“, so Nowak. „Trotzdem äußern die Befragten überwiegend hohe Zufriedenheit und eine gestiegene Produktivität im Homeoffice.“ In der Kleingruppendiskussion zeigte sich ein differenzierteres Bild. „Ich habe kaum Freiräume für mich selbst, mir fehlt die soziale Struktur. Gefühlt sitze ich 24 Stunden nur am Küchentisch“, äußert sich eine Teilnehmerin. Eine andere Teilnehmerin, eine andere Meinung: “Es funktioniert viel besser – ich spare zwei Stunden Fahrzeit am Tag und kann mich mehr um meine Eltern kümmern.“

Was braucht es zukünftig für eine gute Vereinbarkeit von Familien-/Pflegeverantwortung und Beruf/Studium? Moderator Volker Baisch von der Väter gGmbH ließ die Teilnehmer*innen ihre Ideen in eine Wortwolke eingeben. Technische Ausstattung, Eigeninitiative, Kommunikation, Flexibilität oder stabiles Internet sind nur einige von zahlreichen Nennungen. Eine komplexe Problemstellung für Hochschule und Hochschulleitung, dies zeigte auch die anschließende Podiumsdiskussion. Rektor Prof. Dr. Claus Schuster, Gleichstellungsbeauftragte Dr. Bettina Kretzschmar und Stefan Schneider vom Väternetzwerk der Hochschule diskutierten über Themen von Entgrenzung über Achtsamkeit im Umgang mit Menschen, die Vermeidung von Überlast bis hin zur Ausstattung mit Diensthandys. 

Zum Abschluss zeigte eine letzte Wortwolke zu den Wünschen der Teilnehmer*innen noch einmal, wie bedeutsam der Austausch für alle Beteiligten ist. Gelegenheit für Bettina Kretzschmar, auf die Angebote des Familienbüros hinzuweisen: „Alle Angehörigen der Hochschule sind eingeladen, partizipativ mitzuarbeiten“. Möglich ist dies beispielsweise in der nächsten offenen Runde Vereinbarkeit am 8. Dezember um 9 Uhr (Anmeldung: familienbuero@fh-swf.de) oder über den Eltern-Verteiler (eltern@listen.fh-swf.de).