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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
30.10.2020

Ausgezeichnet in die berufliche Zukunft

Soester Innovationspreise und Preis des DAAD verliehen

Soest. Corona-bedingt mussten die für diese Jahreszeit üblichen Absolventenfeiern an der Fachhochschule Südwestfalen leider ausbleiben. In diesem festlichen Rahmen wurden auch diverse Preise für herausragende Abschlussarbeiten vergeben. Die Stifter ließen es sich in diesem Jahr nicht nehmen, die Ehrungen in kleinerem Rahmen zu überreichen. So durften sich jetzt drei Studierende über den Soester Innovationspreis bzw. den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) freuen.

Zur Preisverleihung hatte Christiane Mackensen, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Soest, die drei Preisträger*innen, deren fachliche Betreuer*innen sowie die beiden Dekane der technischen Fachbereiche in das Soester Burghofmuseum eingeladen. Sie überreichte gleich zwei Mal den Soester Innovationspreis für herausragende Abschlussarbeiten. Die erste Ehrung galt Oleksandr Prokhorov. Er hatte sich in seiner Masterarbeit „Analysis of the Economic Efficiency of the Auction Models Used in the European Wholesale Power Markets -The Impacts of the Growing Renewable Energy Penetration“ mit einer Schnittstelle zwischen den Bereichen erneuerbare Energien und der Volkswirtschaftslehre beschäftigt. Konkret stellte Prokhorov heraus, dass für eine stabile Stromversorgung sowie eine „gesunde“ Preisstruktur an der europäischen Strombörse (Day-ahead EPEX Spot Market) in Zukunft eine Anpassung im Auktionsdesign notwendig sei. Der aus der Ostukraine stammende 25-Jährige hatte Business Administration with Informatics und im Anschluss International Management and Information Systems studiert und arbeitet jetzt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter: „Der Preis aber auch der Weg dorthin, das ist es, was die Auszeichnung für mich so wertvoll macht. Ohne die fachliche Unterstützung meiner betreuenden Professorin Dr. Dina Dreisbach wäre es nicht möglich gewesen, die Arbeit erfolgreich abzuschließen. Der Übergang zu sauberer Energie ist immens wichtig, aber eben auch die Infrastruktur und das System, das ihre Erzeugung, Übertragung und ihren Verbrauch erleichtert. Die Auszeichnung ist daher eine große Anerkennung meines Beitrags zur Forschung und motiviert mich, weitere, anspruchsvollere Ziele anzusteuern.“

Der zweite Soester Innovationspreis wurde an Katja Wendlandt verliehen, Absolventin des Master-Studiengangs Technik- und Unternehmensmanagement. In ihrer Abschlussarbeit mit dem Titel „Strategische Geschäftsfeldkonzeption für fertigende Unternehmen zur Verlagerung der Produktion niederkomplexer Produkte direkt zum Kunden“ geht es um die konzeptionelle Neuausrichtung von Unternehmen zur Produktionsverlagerung zum Kunden unter Nutzung additiver Fertigungsverfahren in einer cloudbasierten Anlagenbereitstellung. Indem der Kunde sich künftig beispielsweise einen Deko-Gegenstand oder einen Schmuckanhänger online bestellt und dieser automatisch auf dem Heim-3D-Drucker produziert wird, lassen sich Zeit, Kosten und Ressourcen einsparen und Transportwege minimieren. „Mit meiner Vision, die Einzigartigkeit einer Technologie wie sie dem 3D-Druck zugesprochen wird, für jedermann nutzbar zu machen, möchte ich mein entwickeltes Denkmodell jetzt in ein funktionierendes System umsetzen und freue mich auf Unterstützer, welche gemeinsam die Zukunft 3D-drucken wollen. Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel, weil sie nicht nur meine Studienzeit erfolgreich abrundet, sondern vielmehr innovativen Ideen die Chance gibt, gesehen und weiter getragen zu werden.“, so Wendlandt. Betreuender Professor war Dr. Jens Bechthold.

Emmanuel Donkor begann sein Business-Administration-with-Informatics-Studium in Soest zum Wintersemester 2014/2015. Jetzt ist er im Master International Management and Information Systems eingeschrieben. Über seine sehr guten Studienleistungen hinaus, ist Donkor für sein soziales Engagement an und außerhalb der Hochschule bekannt. Studierende schätzen den Ghanaer als Englisch- und Mathematik-Tutor. Er unterstützt auch – vor allem Erstsemester – bei der Eingewöhnung in das deutsche Bildungssystem, dazu zählen das Zeitmanagement, die Einhaltung von Deadlines, Qualitätsanforderungen und vieles mehr. Außerhalb der Hochschule half er beispielsweise ehrenamtlich bei der Überarbeitung der englischen Texte für das Koordinationsportal für Geflüchtete „SoestVerbindet“. Betreut, unterstützt und letztlich für den DAAD-Preis vorgeschlagen hatte ihn Marga Taylor, Studiengangleiterin BBA. Der Absolvent freut sich nun sehr über den mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an den deutschen Hochschulen. „Diese Auszeichnung ist eine sehr schöne Überraschung und hoffentlich Motivation für andere Studierende, zu wissen, was immer sie Gutes tun, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, bleibt nicht unbemerkt. Ich möchte der Stadt Soest, der Fachhochschule, dem Dekan und den wunderbaren Dozentinnen und Dozenten für ihre Unterstützung, ihren fachlichen Rat und die Motivation danken.“