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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
25.08.2020

Probevorlesung als Live-Übertragung

Das Audiovisuelle Medienzentrum der Fachhochschule Südwestfalen unterstützt Berufungsverfahren mit Technik aus dem Fernsehstudio

Meschede/Soest. Für Berufungsverfahren hat das Audiovisuelle Medienzentrum der Fachhochschule Südwestfalen im Sommer den Soester Audimax zum Fernsehstudio umfunktioniert. Hier fanden die Probevorlesungen für mittlerweile vier Berufungsverfahren statt – als Live-Übertragung.

In Probevorlesungen sollen Bewerber*innen für eine Professur ihre fachlichen und didaktischen Fähigkeiten zeigen. Die im Hörsaal gefragte Interaktion ist schwer in einer reinen Online-Vorlesung vorzuführen. Aus diesem Grund befanden sich die Berufungskommissionen mit den Kandidat*innen im Raum, während Studierende und andere Beschäftigte der Hochschule per Videokonferenzsystem zugeschaltet wurden. „So konnten die geltenden Distanz- und Hygieneregeln eingehalten werden und die Vortragenden bekamen trotzdem ein direktes Feedback“, erklärt Jens Briel vom Audiovisuellen Medienzentrum aus Meschede.

Er sorgte mit seinen Kollegen Tobias Henke und Christopher Sang für die Technik. Mit einer weitwinkeligen Kamera filmten sie die Bewerber*innen und übertrugen diese und ihre Präsentationen Bild in Bild. Wie in einer Livesendung schaltete ein Teammitglied als Regie bei Bedarf auf Präsentation oder Whiteboard mit einem Video-Mischpult um. Letzteres konnte sich das Medienzentrum kostenlos beim ehemaligen Studenten und heutigem Videoproduzenten Mike Grote aus Warstein leihen. Für einen reibungslosen Ablauf durch Vorbereitung der Räume oder auch Besorgung fehlender HDMI-Kabel sorgte das Gebäudemanagement am Campus Soest, für die erforderlichen Dientsreisegenehmigungen das Dezernat 1.

Die Vortragenden konnten wiederum alle Teilnehmer*innen der Videokonferenz auf einer Leinwand sehen. Ein Mitglied der Berufungskommission moderierte Fragen und Rückmeldungen. Zudem hatten die teilnehmenden Studierenden eine Viertelstunde Zeit für ein direktes Gespräch mit den Kandidat*innen. „Das war wirklich super, wir hätten das Verfahren sonst verschieben müssen“, berichtet Prof. Dr. Marc Boelhauve, der eine der betroffenen Kommissionen leitet. Vorträge und Fragerunden hätten seiner Ansicht nach gut geklappt, die Qualität der Ergebnisse sei mit einer normalen Probevorlesung vergleichbar. Für das Ergebnis seiner Berufungskommission ist er optimistisch. „Insofern bin ich dankbar, dass wir im Hinblick auf unsere zukünftige Forschung und Lehre handlungsfähig bleiben“, so Boelhauve.