Pressemitteilung-Detail

Die Natur macht keine Corona-Pause
Versuchsgut der Fachhochschule startet in die Saison – fast ohne Abstriche
Soest. Die Fachhochschule Südwestfalen arbeitet derzeit im Notbetrieb, digitale Lehrangebote finden aber statt. Homeoffice heißt die Arbeitsform der Stunde. In Zeiten wie diesen, weiß Steffen Hünnies seinen Job einmal mehr sehr zu schätzen. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fachbereichs Agrarwirtschaft arbeitet er auf dem Versuchsgut in Welver-Merklingsen. Vor zwei Wochen ist die Saison gestartet und damit haben Grubbern, Aussäen und Düngen Konjunktur.
Das landwirtschaftliche Versuchsgut in Merklingsen ist eine Außenstelle der Fachhochschule. Zum Gut des Fachbereichs Agrarwirtschaft gehören Büro- und Seminargebäude, Hallen für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Maschinen sowie Felder mit einer Gesamtfläche von knapp 100 Hektar. Mit Experimenten und Demonstrationsbeispielen auf dem Feld bietet das Versuchsgut eine wertvolle und praxisnahe Ergänzung zu den Vorlesungen und bereitet sozusagen den Boden für angewandte Forschungsprojekte. Im Frühjahr stehen turnusmäßig Arbeiten rund um die Pflanzenbetreuung an. Sommerweizen, Hafer, Ackerbohnen und Lupinen sind bereits in der Erde, Zuckerrüben folgen in Kürze. Steffen Hünnies ist froh, keinen „Vollzeit-Bürojob“ zu haben und stattdessen an der frischen Luft auf dem Feld arbeiten zu können. Dennoch gelten auch auf dem Versuchsgut Regeln zum Schutz vor einer Corona-Infektion. Abstand halten zum Beispiel. „Wir können uns hier ganz gut aus dem Weg gehen“, berichtet der Agraringenieur. Die Mitarbeiter*innen kommen im Wechsel, um die anstehenden Arbeiten zu erledigen. Steht ein Einsatz auf dem Feld an, ist ein Kollege in Sichtnähe. „Besonders wenn wir die Felder mit großem Gerät bearbeiten, geht Sicherheit vor. Ich arbeite auf der einen Parzelle, mein Kollege auf dem Nachbarfeld. So haben wir uns immer im Auge.“
Normalerweise ziehen um diese Jahreszeit ganze Gruppen von Agrar-Studierenden über die Felder, um zu begutachten, wie weit der Weizen steht, der im Herbst gesät wurde. „Beim Studentenversuch im sechsten Semester sollen die Studierenden selbst entscheiden, welche Weizensorte wird ausgesät, welche Pflanzenschutzmaßnahmen werden ergriffen, wie wird gedüngt usw. Das läuft jetzt natürlich ganz anders“, stellt Steffen Hünnies fest. Den Mitarbeiter*innen des Versuchsguts kommt jetzt vermehrt die Aufgabe zu, Aufnahmen von Pflanzenständen und Bodenbeschaffenheit zu machen und diese Studierenden und Lehrenden digital zur Verfügung zu stellen. So können diese sich daheim am Rechner oder im Rahmen der digitalen Vorlesung ein Bild von Erfolg oder Misserfolg getätigter Aktionen machen. Einen Nachteil sieht Hünnies allerdings: „Studierende können nicht wie bisher direkt vor Ort auf dem Feld Fragen stellen und das ist alles ein wenig unpersönlicher.“
Weitere Einschränkungen gebe es aber bislang nicht, so Hünnies. Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemittel, Dieselkraftstoff – alles sei noch zeitnah und teilweise sogar erfreulich günstig zu haben. Zur Vorsicht habe sich das Versuchsgut aber mit einem Grundpaket an den wichtigsten Betriebsmitteln eingedeckt. Kontrollen der verschiedenen Pflanzensorten, auch sensorgestützt mithilfe einer Drohne, Aktionen zur mechanischen Unkrautbekämpfung bei Winterraps und Ackerbohnen, Schädlingskontrollen, Anlegen von verschiedenen Blühstreifen für Honigbienen, Wildbienen und Co. – auf dem Versuchsgut geht die Arbeit so schnell nicht aus. Ob Corona positive Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Artenvielfalt habe, bleibe abzuwarten, so Hünnies. Eins sei jedoch jetzt schon spürbar: „Wir kommen mit dem Trecker schneller von einem Feld zum anderen, weil die Straßen so schön leer sind.“
Normalerweise ziehen um diese Jahreszeit ganze Gruppen von Agrar-Studierenden über die Felder, um zu begutachten, wie weit der Weizen steht, der im Herbst gesät wurde. „Beim Studentenversuch im sechsten Semester sollen die Studierenden selbst entscheiden, welche Weizensorte wird ausgesät, welche Pflanzenschutzmaßnahmen werden ergriffen, wie wird gedüngt usw. Das läuft jetzt natürlich ganz anders“, stellt Steffen Hünnies fest. Den Mitarbeiter*innen des Versuchsguts kommt jetzt vermehrt die Aufgabe zu, Aufnahmen von Pflanzenständen und Bodenbeschaffenheit zu machen und diese Studierenden und Lehrenden digital zur Verfügung zu stellen. So können diese sich daheim am Rechner oder im Rahmen der digitalen Vorlesung ein Bild von Erfolg oder Misserfolg getätigter Aktionen machen. Einen Nachteil sieht Hünnies allerdings: „Studierende können nicht wie bisher direkt vor Ort auf dem Feld Fragen stellen und das ist alles ein wenig unpersönlicher.“
Weitere Einschränkungen gebe es aber bislang nicht, so Hünnies. Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemittel, Dieselkraftstoff – alles sei noch zeitnah und teilweise sogar erfreulich günstig zu haben. Zur Vorsicht habe sich das Versuchsgut aber mit einem Grundpaket an den wichtigsten Betriebsmitteln eingedeckt. Kontrollen der verschiedenen Pflanzensorten, auch sensorgestützt mithilfe einer Drohne, Aktionen zur mechanischen Unkrautbekämpfung bei Winterraps und Ackerbohnen, Schädlingskontrollen, Anlegen von verschiedenen Blühstreifen für Honigbienen, Wildbienen und Co. – auf dem Versuchsgut geht die Arbeit so schnell nicht aus. Ob Corona positive Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Artenvielfalt habe, bleibe abzuwarten, so Hünnies. Eins sei jedoch jetzt schon spürbar: „Wir kommen mit dem Trecker schneller von einem Feld zum anderen, weil die Straßen so schön leer sind.“