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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
02.04.2020

Online ins Sommersemester

Fachbereich Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften hat den Unterrichtsbetrieb mit digitalen Veranstaltungen aufgenommen

Meschede. Eigentlich ist der Semesterstart in Nordrhein-Westfalen auf den 20. April verschoben. Seit dem 30. März läuft am Mescheder Standort der Fachhochschule Südwestfalen trotzdem der Unterrichtsbetrieb – und zwar digital. Der Dekan des Fachbereichs Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Martin Botteck erklärt das Wie und Warum.

Prof. Dr. Botteck, welche Lehrangebote bieten Sie derzeit an?
Im Prinzip laufen seit dem 30. März alle Pflichtmodule und alle Wahlpflichtmodule mit wenigen Ausnahmen als E-Learning. Fächer, die eine persönliche Zusammenkunft erfordern oder Exkursionen finden aktuell nicht statt. Laborpraktika mussten wir verschieben. Leider haben wir noch keine Möglichkeit, virtuell zu vermitteln, wie es sich anfühlt, beispielsweise Bleche umzuformen. Ansonsten ist mir aktuell kein Modul bekannt, das nicht stattfindet und nicht ein geeignetes Online-Angebot macht.

Warum startet Ihr Fachbereich den Online-Betrieb in diesem Umfang?
Zum einen, weil wir es können. Wir experimentieren bereits seit Jahren mit unterschiedlichen Lehrformen im sogenannten Blended Learning. Im Bildungspartnermodell und im Master Elektrotechnik unterrichten wir seit langem Studierende, die nicht persönlich zum Unterricht nach Meschede reisen können. Zum anderen möchten wir Studierenden in der aktuellen Situation die Unsicherheit nehmen und die Chance bieten, die Zeit bis zum verschobenen Semesterstart produktiv zu nutzen und zu lernen. Das ist aber kein Muss: Studierende haben auch die Möglichkeit, erst am 20. April einzusteigen.    

Wie sind die ersten Erfahrungen?  
Überwiegend positiv. Die Studierenden nehmen an den Veranstaltungen teil; die Technik funktioniert im Prinzip. Aktuell arbeiten wir mit der E-Learningplattform Moodle und dem Konferenzsystem Adobe Connect. Weitere Plattformen sind in Vorbereitung. Ich habe selbst schon zwei Veranstaltungen durchgeführt: die Studierenden sind präsent und aktiv; es kam viel Interaktion zustande. Schön zu sehen ist, dass viele Dozent*innen interessante Lehrmaterialien eingestellt haben und etwas ausprobieren. In einigen Foren laufen jetzt schon Diskussionsbeiträge von Studierenden ein. Es gibt auch Dozent*innen, die verunsichert sind; aber die melden sich und lassen sich helfen. Auch bei den Studierenden läuft noch nicht alles rund – bei manchem ist die Internetverbindung zu schlecht oder es fehlt noch ein Mikrofon. Insgesamt war es aber gut, die Gelegenheit zu nutzen und etwas auszuprobieren. Eigentlich können wir jetzt nichts verkehrt machen, sondern nur dazu lernen.