Pressemitteilung-Detail

Coronavirus stoppt Gran Canaria Exkursion
Iserlohner Studenten nehmen trotzdem per Livestream am internationalen Makeathon teil
Iserlohn. Eigentlich wären die acht Mechatronikstudenten der Fachhochschule Südwestfalen und ihr Betreuer Prof. Dr. Tobias Ellermeyer heute zurück aus Gran Canaria gekommen. Wie jedes Jahr wollten sie dort am Makeathon teilnehmen und vier Tage lang gemeinsam mit anderen internationalen Studierenden Produktideen umsetzen. Das Coronavirus machte dem FH-Team allerdings einen Strich durch die Rechnung, denn zurzeit sind aus Sicherheitsgründen alle Dienstreisen und Exkursionen ins Ausland abgesagt. Dank viel Kreativität und entsprechender medialer Unterstützung nehmen die Studenten trotzdem teil.
„Unter der Sonne Spaniens Ideen zu entwickeln hätte uns zwar besser gefallen als hier im Labor bei Iserlohner Regenwetter, aber die Sicherheit geht vor“, haben die Studenten viel Verständnis für die Entscheidung der Hochschulleitung. Vor allem als sie erfuhren, dass Prof. Ellermeyer alles in Bewegung setzte, um seinen Studenten doch noch eine Teilnahme zu ermöglichen. „Das Coronavirus hat nicht nur uns an einer Teilnahme gehindert, statt 500 Teilnehmer*innen aus aller Welt sind zurzeit nur 120 auf Gran Canaria, auch viele Unternehmensteilnehmer haben abgesagt“, berichtet der Hochschullehrer, “ich habe daher mit dem Organisator vereinbart, dass wir als lokales Team trotzdem mitmachen können“.
Der Makeathon ist ein interaktives Format für alle, die gemeinsam mit anderen Ideen entwickeln und als Prototypen umsetzen möchten. In internationalen Teams wird zusammen ohne einschränkende Vorgaben entwickelt und programmiert mit dem Ziel, innovative Lösungen für die Industrie zu erarbeiten. Und das alles von 9 bis 20 Uhr, vier Tage lang. Mit dabei sind Vertreter von Unternehmen, die auf diesem Wege die Innovator*innen von morgen kennenlernen und als Ansprechpartner unterstützen.
So trafen sich die Studenten nun vier Tage lang im Mechatroniklabor von 10 bis 21 Uhr und tüftelten an einer Idee für die Umsetzung von „Smart Farming“. Jeden Abend präsentierten sie per Web-Konferenz den Teilnehmer*innen in Spanien ihre Ergebnisse. Herausgekommen ist eine Möglichkeit, im größeren Rahmen in Wohngebäuden Pflanzen, Gemüse oder Obst anzubauen. Dazu wurden Regale in modularer Bauweise angeordnet und mit einem integrierten Fließbandsystem versehen, das die Pflanzbehälter über ein Transportsystem an die zentrale Messstation und Wasserversorgungsstelle leitet. Die Mechatronik sorgt dabei für eine gezielte Steuerung der Bewässerung, der Beleuchtung und der Kontrolle über Wachstum und Erntereife.
Mit dabei war in diesem Jahr auch der Verbundstudent Hannes Weibrecht. Er studiert neben seiner Ausbildung als Mechatroniker bei der KOSTAL Gruppe in Lüdenscheid Mechatronik an der Fachhochschule in Iserlohn. „Ich finde es hier klasse und freue mich, dass wir eine Möglichkeit bekommen haben, trotzdem teilzunehmen. Im Labor haben wir eine produktive Arbeitsumgebung und gute Betreuung. Jeder macht, was er gut kann, die einen beschäftigen sich mit Elektronik, die anderen kümmern sich um die Mechanik. Und sogar für ein kleines Catering ist gesorgt“.