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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
10.03.2020

Ein Stratege in Sachen Zukunftsplanung

Pawel Kocan aus Polen absolviert am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Fachhochschule Südwestfalen als Erster einen Doppelabschluss

Hagen. Pawel Kocan hat ganz Außergewöhnliches geleistet. Um seine Ausgangsposition auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, hat der 23-jährige Pole einen Doppelabschluss abgelegt. Einen exzellenten Doppelabschluss, um genau zu sein. Möglich macht das die funktionierende Kooperation zwischen der University of Technology im polnischen Rzeszów und der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.

Pawel Kocan hat einen Plan. Zug für Zug versucht der 23-Jährige Pole seine Ausgangsposition auf dem Arbeitsmarkt zu optimieren. Wie ein Stratege am Schachbrett, der genau auslotet, welche Möglichkeiten der nächste Schritt eröffnen kann. Für seine Karriere ist sein Informatik-Abschluss an der University of Technology in Polen zwar gut, aber er ist ihm eben nicht gut genug. Deshalb entschloss er sich, nach Deutschland zu kommen. Dank des Austauschprogramms Erasmus+ und der Kooperation seiner Hochschule mit der Fachhochschule Südwestfalen stand ihm die Tür nach Hagen offen. Hier legte er nun erfolgreich seinen Doppelabschluss ab. Damit ist Pawel Kocan der Erste, der diesen Abschluss in der Tasche hat.

Was vielleicht klingt wie eine reibungslose Erfolgsgeschichte, ist in Wirklichkeit das Ergebnis einer ambitionierten Willensleistung. Bevor es nach Hagen ging, musste Pawel Kocan erst einmal Deutsch lernen. „Kompliziert“, sagt er beim Rückblick auf die ersten Deutschstunden. Aber ohne Deutsch kein Doppelabschluss. „So einfach ist das“, nickt Kocan. Die Lehrveranstaltungen in Technischer Informatik in Hagen finden auf Deutsch statt. Alternativen? Keine. Und auch deshalb ist Prof. Meike Barfuß, Auslandsbeauftragte des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik, wohl so stolz auf ihren Schützling. „Das war eine große Leistung. Die Anpassung an die deutsche Fachliteratur und spezielle Fachbegriffe hat er perfekt gemeistert“, so die Professorin.

Pawel Kocan freuen solche Komplimente. Der junge Mann bedankt sich höflich, fast ein wenig schüchtern. „Ich habe hier extrem viel gelernt“, sagt er im Gegenzug und richtet sich dabei an Prof. Dr. Steffen Helke und Prof. Dr. Jan Richling. Helke hatte Kocans Abschlussarbeit mit dem Titel „IT-System zur Verwaltung des Erasmus+-Studierendenservices“ betreut. Im Grunde beschäftigt sich Kocan aber schon längst mit dem nächsten Zug. Und mit dem übernächsten. „Ich gehe jetzt wieder zurück nach Polen, um meinen Master zu machen“, sagt er. Und dann? „Dann möchte ich wieder zurück nach Deutschland. Hier ist der Arbeitsmarkt für mich lukrativer“. Und wenn Pawel Kocan sagt, dass er nach Deutschland zurückkommen möchte, dann klingt das ungewöhnlich verbindlich für einen 23-Jährigen. Wenn nichts Außergewöhnliches dazwischenkommt, wird Pawel Kocan nach seinem Masterstudium in Deutschland arbeiten. Einen wichtigen Schritt dahin hat er jetzt vollzogen: den Doppelabschluss in Hagen.