Zum Inhalt springen

Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
04.03.2020

Kaltes Wasser kann motivierend wirken

Wirtschaftsinformatik-Studenten der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen meistern ein innovatives Projekt

Hagen. Studierende des Studiengangs Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen haben sich mit einem innovativen Projekt befasst, das es so noch nicht gibt. Im Modul Informationsmanagement haben sie einer Drohne beigebracht, gesammelte Daten über eine App direkt an ein zentrales Informationssystem zu senden. Das hat enorme Vorteile, klingt aber kompliziert. Und ein bisschen ist es das auch.

Drohnen haben eine Menge Potenzial. Die summenden Hightech-Flieger kommen zum Beispiel mühelos an Orte, die für Menschen gar nicht oder nur mit großem Aufwand zu erreichen sind. Windkraftanlagen zum Beispiel. Für ihre Instandhaltung nutzen Firmen Drohnen. Das ist nicht neu. Dazu wird die Drohne händisch an die richtige Stelle gesteuert, wo von Menschenhand Aufnahmen ausgelöst werden. Die Daten werden dann manuell herunter- und schließlich ebenfalls manuell in die Instandhaltungssoftware hochgeladen. „Die Inspektion mit Drohnen ist schon eine erhebliche Erleichterung. Wird dieser Prozess zusätzlich automatisiert, ergibt sich ein noch größeres Einsparpotenzial“, ist Prof. Dr. Christian Leubner überzeugt. Und mit diesem Auftrag schickte er seine Studierenden vor einigen Monaten in den Entwicklungsprozess.

Dieser Prozess ist nun abgeschlossen. „Herausgekommen ist eine App, die mit dem Firmenserver sprechen kann“, erklärt Student Philipp Dirks. Damit gelingt schließlich der Brückenschlag zum Datenaustausch. Flugaufträge können so aus dem gleichen System ausgelöst werden, in dem die Instandhaltung arbeitet, Fotos und Videos landen sofort dort, wo sie gebraucht werden. Auch wenn bisher nur das Grundgerüst einer solchen Lösung erarbeitet wurde, ist Prof. Dr. Christian Leubner stolz auf die Arbeit der siebenköpfigen Gruppe. „Weil der Ansatz funktioniert“, sagt er, „und weil sie das Projekt eigenverantwortlich und mit großer Motivation verfolgt haben.“

„Das war schon reichlich kaltes Wasser, was aber auch eine gewisse Eigendynamik ausgelöst hat“, blickt Student Alexander Brunner zurück. Die Studierenden steckten schließlich viel mehr Zeit und Detailarbeit in die Entwicklung, als es ihr Professor zunächst eingefordert hatte. „Das war eine super Erfahrung “, sagt Philipp Dirks, „praxisnah und eine direkte Vorbereitung aufs Berufsleben.“ Komplett abgeschlossen ist das Projekt noch nicht. „Wir werden das in weiteren Lehrveranstaltungen weiterentwickeln“, erklärt Leubner.