Pressemitteilung-Detail

Handwerk trifft Kunstwerk
Gebäudereiniger lassen altes Wandmosaik im Foyer der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen endlich wieder richtig glänzen
Hagen. Glanzleistung von Holger Czarnik und seinen drei Umschülern. Denn die Herausforderung, der sich der Gebäudereinigermeister beim Bildungskreis Handwerk mit seinem Team da stellte, war alles andere als alltäglich. An der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen gibt es im Foyer ein ziemlich altes, ziemlich großes und ziemlich filigranes zweiseitiges Wandmosaik. Und das sollte wieder glänzen. Und, um es vorweg zu nehmen: es glänzt wieder.
Würden Sie für die Reparatur Ihrer Spülmaschine einen Frisör anrufen? Nein? Würden Sie Ihre Haare beim Elektriker färben lassen? Auch nicht? Und jetzt mal angenommen, Sie hätten ein viele Quadratmeter großes Wandmosaik zu Hause. Von wem würden Sie das reinigen lassen? „Da müssen Experten ran“, sagt Gebäudereinigermeister Holger Czarnik – und meint sich in diesem Fall selbst damit. Für seine drei Umschüler fand Czarnik in dem großen Kunstwerk, das übrigens von Leo Müllenholz stammt und die Titel " In der Kreide" und "Tage gezählt" trägt, ein nahezu perfektes Demonstrationsobjekt. „Hier geht es nicht darum, die Steine einfach nur abzustauben oder wie wild zu schrubben. Hier muss mit größter Feinheit ohne viel Wandkontakt gearbeitet werden. Dazu muss ich die Jungs für das Kunstwerk sensibilisieren“, erklärt Czarnik seinen Auftrag.
Überhaupt ist der Auftrag an Hagens Hochschule ein ziemlich besonderer, den Czarnik gerne zur Imagepolitur nutzt. „Man denkt immer, Gebäudereiniger putzen den ganzen Tag Fenster. Das stimmt aber nicht.“ Gearbeitet wurde dann mit Enzymreiniger. „Der ist auf natürlicher Basis, spaltet den Schmutz auf, greift aber die Oberflächen nicht an“, erklärt Czarnik, der anschließend mit speziellen Mikrofasertüchern jeden einzelnen Stein auf Hochglanz brachte. Mit dem Ergebnis war er dann absolut zufrieden. „Es glänzt alles wunderbar. Wir haben uns Zeit genommen uns sind dankbar, dass wir das machen durften.“ Das über 50 Jahre alte Wandmosaik dürfte jetzt – speziell illuminiert- zum Glanzstück des Foyers werden. Das wird in den kommenden Wochen auch durch neues Mobilar für die Studierenden weiter aufgewertet.