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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
30.10.2019

Von Dampfmaschinen zur Digitalisierung

Ungewöhnlicher Erstsemestertag für Maschinenbau-Studierende im Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe

Eslohe. Handbetriebene Dreschmaschinen, Feuerwehrspritzen aus dem 18. Jahrhundert oder Dampfmaschinen aus der Frühzeit der Industrialisierung: das Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe ist eher für alte Schätzchen denn für moderne Maschinenbautechnologie bekannt. Trotzdem verbrachten hier die Studienanfängerinnen und -anfänger im Mescheder Studiengang Maschinenbau ihren Erstsemestertag.

„Wir wollten den Erstsemestern zum Start ins Studium einmal richtige Maschinen präsentieren, so wie sie früher waren“, erklärt Mitorganisator Prof. Dr. Jörg Kolbe. „Maschinenbau wird hier im Museum greifbar, eben reine Technik ohne Verkleidung drum herum.“ Später im Studium geht es um modernen Maschinenbau und um eher schwer greifbare Disziplinen wie Automatisierung und Digitalisierung. Zudem waren Dampfmaschinen früher Treiber der Industrialisierung, so wie heute die Digitalisierung Treiber der sogenannten Industrie 4.0 ist.

In das Programm des Erstsemestertages haben die Professoren weitere kreative Ideen einfließen lassen. Vor dem Besuch im Esloher Museum lernten die Studierenden bereits im Hörsaal einen Maschinenbau-Demonstrator kennen: ein ausgedientes, auseinander gebautes Polizeimotorrad. Mit ihm lassen sich wesentliche Aspekte des Maschinenbaus verdeutlichen, beispielsweise die Funktionsweise und Konstruktion eines Motorteils sowie die anschließende fertigungstechnische Umsetzung. Auch hier geht es vor allem um Maschinenbau zum Anfassen, Fragen, Begreifen.

„Onboarding-Tag“ nennen die Mescheder Professoren ihre Erstsemesterveranstaltung. „Dieser Tag ist dazu gedacht, dass die Studierenden im buchstäblichen Sinne an Bord kommen und mit uns in die Welt des Maschinenbaus segeln“, so Kolbe. In drei Jahren gehen sie dann als fertige Bachelor von Bord und stehen dem Arbeitsmarkt als Ingenieure zur Verfügung oder setzen ihr Studium mit einem Master fort.

Von 8 bis 18 Uhr läuft der Onboarding-Tag, inklusive einer Kurzvorlesung über Computer Aided Design und Rundgängen durch die Labore am Standort Meschede. 3-D-Druck, Fertigungs- und Umformtechnik, Gießereitechnologie, Konstruktion und Leichtbau - am Ende haben die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen guten Einblick in das, was sie im Studium erwartet. Und sie sind rechtschaffen müde. Zum Abschluss gibt es daher vom Fachbereich noch eine stärkende Bratwurst mit Getränk.

Maschinenbaustudium in Meschede

Das Bachelorstudium in Meschede dauert sechs Semester und qualifiziert zum Bachelor of Engineering. Die ersten Semester bieten eine breite und solide Grundqualifikation für die Bereiche Entwicklung / Konstruktion und Produktion. Gerade bei den mittelständischen Unternehmen der Region sind die Bewerberinnen und Bewerber, die aufgrund ihrer breiten Grundlagenausbildung im Maschinenbau als Allrounder einsetzbar sind, sehr gefragt.

In der zweiten Hälfte des Studiums können die Studierenden dann je nach Neigung und angestrebter Berufstätigkeit einen individuellen Schwerpunkt bilden. Ab dem fünften Semester stehen fünf Vertiefungsrichtungen zur Wahl: Digitalisierung, Gießereitechnologie, Konstruktionstechnik, Fertigungstechnik oder    Mechatronik und Automatisierungstechnik.     

Optional möglich sind zudem ein zusätzliches Fachsemester, eine Praxisphase oder auch ein duales Studium in Kooperation mit einem Unternehmen.

Mehr Informationen über das Studium: www.fh-swf.de/studieninteressierte