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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
09.10.2019

Raus aus der Komfortzone – ein fantastisches Gefühl

Student Jovan Andreevski an der Sommerakademie Deutschlandstipendium

Soest. Im Studium bieten sich viele Chancen, die einzigartig sind. So hatte sich FH-Student Jovan Andreevski unter zahlreichen Bewerbern einen der 70 Plätze in der Sommerakademie gesichert. Vier Tage lang bot der Event Deutschlandstipendiatinnen und –Stipendiaten von Hochschulen aus dem ganzen Land, die sich akademisch oder privat mit den Themen Zukunftsgestaltung und Nachhaltigkeit beschäftigen, die Möglichkeit, sich zu vernetzen und ihre Themen aktiv und kreativ voranzutreiben.

14 Workshops und 8 Präsentationen zu ganz unterschiedlichen Themen, das lässt man sich auf dem idyllischen Gelände des Schlüßhofes am Großen Lychensee im Berliner Umland gerne gefallen, so Jovan Andreevski nach seiner Rückkehr an die Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Der gebürtige Mazedonier studiert Business Administration with Informatics im 5. Semester. Seine Erwartungen, was Konzept, Organisation und Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anbelangt, seien mehr als erfüllt worden.

Er wurde ausgewählt, da er sich intensiv mit dem Thema einer nachhaltigen Landwirtschaft auseinandersetzt. Er findet die so genannte „Permakultur“ besonders interessant, ursprünglich ein nachhaltiges Konzept für Landwirtschaft und Gartenbau, das nach dem Vorbild der Natur Prozesse und Symbiosen nachahmt. Ist das Konzept so ausbaufähig, dass es die Ernährung von Millionen von Menschen sichern kann? An der Akademie diskutierte er dies mit Studierenden aus ganz unterschiedlichen akademischen Fachrichtungen und gewann neue Ideen und wertvolle Hinweise aus Bereichen wie Philosophie, Chemie und Mathematik.

Ideen und Initiativen für die Zukunftsgestaltung, Forschungsarbeiten oder Engagementprojekte vorzustellen, das ist eines der Ziele der Sommerakademie. Eine konkrete Antwort auf zentrale Zukunftsfragen, sei schwer zu formulieren, so der Student: „Die Frage der Nachhaltigkeit ist von größter Bedeutung, aber auch sehr komplex. Zunächst ist klar, dass wir Lebensstile und Produktionsmethoden entwickeln müssen, die Ressourcen, Umwelt und Gesellschaft schonen. Zweitens sind wir verpflichtet, unser Bewusstsein zu schärfen und Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen und schließlich müssen wir irgendwann den Begriff des endlosen Wirtschaftswachstums aufheben, wenn wir das Leben auf der Erde bewahren wollen.“

Tief beeindruckt erzählt der 20-Jährige von seinen Erfahrungen an diesen vier Tagen, an denen er unglaubliche Menschen getroffen habe. Die Akademiesprache ist deutsch, für ihn als Nicht-Muttersprachler eine Herausforderung. „Ich hatte sogar darüber nachgedacht, die Einladung abzulehnen. Aber jetzt bin ich stolz, dass ich es geschafft habe, meine Ängste zu überwinden und mich von Stress und Nervosität zu befreien. So konnte ich ungeachtet meiner Fehler frei sprechen, was mir enorm geholfen hat, meine Deutschkenntnisse zu verbessern und meinen Integrationsprozess in Deutschland zu fördern. Das ist ein absolut fantastisches Gefühl!“